Blog 10/2016

Betriebe bilden zu wenig aus!

#BunkerValentin#Existenzgründungplanen #Mikrostarter #Jugendarbeitslosigkeit #Zitronenkuchen #KriminialitätinDeutschland #RotRotGrün

Bild vom U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge

Sonntag.

Mittagessen bei der Schwiegereltern und anschließend noch rausgegangen. Trotz Nieselregen. Bunker Valentin. Früher gab es da nur einen Rundweg, und alles war gesperrt. Jetzt ist es ein Denkort geworden. Meine Tochter liest sich systematisch durch alle Stelltafeln. Mein Sohn zieht das Fazit: „Die sind doch alle blöd, wenn die Krieg machen.“ So einfach und so richtig. Es gibt Portraits von Zwangsarbeitern längs des Rundweges: Einer fällt uns besonders auf: Wilhelm Nolting-Hauff. Bei Wikipedia finden wird folgende Informationen: „Nolting-Hauffs Eltern zogen 1910 nach Bremen. Er absolvierte das Alte Gymnasium in Bremen. Danach studierte er Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft sowie Literatur an der Universität Heidelberg und an der Universität Kiel. Er promovierte 1924 zum Dr. jur. und war dann als Rechtsanwalt tätig. 1934 wurde er aus rassischen Gründen aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen. Er war nun als Syndikus bei der Firma Kaffee HAG in Bremen tätig. Vom Oktober 1944, während des Zweiten Weltkrieges, wurde er im Rahmen einer „Sonderaktion J“ als „jüdischer Mischling 1. Grades (IMI)“ zur Organisation Todt, einer militärisch organisierten Bautruppe, eingezogen. Zunächst wurde er eingesetzt in einem Arbeitslager bei Farge beim Bau der Ölbunker, danach bei Gleisbauarbeiten in einem Zwangsarbeitslager bei Duingen. Darüber verfasste er das Buch IMI's, Chronik einer Verbannung (Bremen 1946). Zu dem Buchtitel schreibt Nolting-Hauff (S. 9): „Das gesetzlich sanktionierte Schimpfwort jüdischer Mischling I. Grades, das aktenmäßig bei der Gestapo und bei den anderen mit uns befassten Behörden in J. M. I. abgekürzt wurde, haben wir später in unserem Verbannungslager, ähnlich wie einst der natürliche französische Königssohn Dunois von Orleans den Namen Bastard, zu unserem Ehrennamen gemacht und uns mit Stolz Imis genannt.“ Nolting-Hauff wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 6. Juni 1945 von den amerikanischen Besatzungsbehörden als Finanzsenator in Bremen eingesetzt. Er hatte dieses Amt unter Bürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD) bis zum 22. April 1962 inne. Er machte sich in dieser Zeit auch um den Wiederaufbau Bremens, insbesondere der Häfen verdient. Der zunächst parteilose Senator trat um 1951 der FDP bei. Nach ihm wurde die Senator-Nolting-Hauff-Straße in Strom benannt.“

 

Herbst-Impression: Fliegenpilz

Montag.

Der Montag beginnt entspannt. Unser Sohn geht zum ersten Mal eine längere Strecke alleine zur Schule. Einige Gespräche. Ein  Praktikumsplatz als Fremdsprachen-korrespondent wird gesucht.  Die Zeitumstellung führt bei meinen Kindern zu Müdigkeit – wir machen nachmittags einen Spaziergang auf dem Friedhof Bungerhof. Dann geht es noch weiter mit einem Businessplan für eine Kundin.

Zitronenkuchen vom Blech

Dienstag.

Eine Studie des DGB bestätigt mich bei der Suche nach Ausbildungsplätzen auch hier der Region Nordwest: Es gibt nicht mehr freie Lehrstellen als BewerberInnen, der Ausbildungsmarkt ist nicht extrem entspannt. Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit wurden von  DGB überprüft. Das Ergebnis: alles falsch. Mein Entschluss steht fest: Auf Facebook wird es demnächst eine Gruppe geben, die Ausbildungsplätze suchen wird. Abends Vorbereitung des Geburtstages: Kuchen backen für meine KollegInnen beim Bildungsträger TERTIA in Delmenhorst. Zitronenkuchen vom Blech. Alles klappt – aber der Kuchen geht nicht richtig auf. Merke: Backpulver ist nicht gleich Weinstein-Pulver – da muss man dann doppelt so viel nehmen.

Mittwoch.

Geburtstag. Der beginnt mit einem schönen Gabentisch im Kreise der Familie, dann geht es zum Bildungsträger TERTIA – Coaching für Langzeitarbeitslose.

auch dort gab es einen Gabentisch. Der Zitronenkuchen vom Blech schmeckt den KollegInnen dort. Nachmittags zum Friseur mit Sohn und Tochter. Dort Tomas Fotakopoulos getroffen. Kurz geredet übers Bloggen. Abends noch Essen gegangen mit der Familie – in der Villa Mediterrana. Schönes Lokal im Norden von Delmenhorst, gutes Essen, klasse Service. Danach: Kartoffelsuppe vorkochen für Donnerstag. Nach einem Rezept der Schwiegermutter. Ich kriege den verdammten Schnellkochtop nicht auf. Ich kriege keinen Geschmack an die Suppe – herrje!

 

Kartoffelsuppen-Rezept gerne auch Anfrage

Donnerstag.

Abschlussgespräch für ein Gründungs-vorhaben in Hamburg. Es geht um Firmen, die Verpackungsmaterial in der Russischen Föderation platzieren wollen. Der Businessplan steht, die Finanzierung soll über den MikroStarter der NBank laufen. Das werde ich auch begleiten. Auf der Rückfahrt Verspätung von einer Viertelstunde – die Kinder können diese Zeit bei den Nachbarn verbringen. Die gestern gekochte Suppe schmeckt mittlerweile auch – allerdings essen die Kinder auch den Nachbarn. Als sie abends noch Hunger haben, essen sie die Kartoffelsuppe mit großem Appetit und loben mich dafür: Die Kleinigkeiten im Leben machen Menschen glücklich. Mich in diesem Fall besonders – denn eigentlich galt die Regel: Papas Suppen schmecken nicht.

 

Freitag.

Viele Beratungsgespräche. Telefonat mit einem neuen potentiellen Gründer: Es geht um einen Imbiss in zentraler Lage – Existenzgründungen im Gastronomiebereich sind die schwierigsten Fälle. Mal sehen wie ich helfen kann.

Meine Tante in den USA möchte gerne, dass Trump Präsident wird. Und sie postet ab und zu Zahlen zur steigenden Kriminalität in Deutschland, die vor allem durch die Flüchtlinge in diesem Land erzeugt worden sein sollen. Da musste ich dann mal recherchieren: Den besten Artikel dazu mit vielen Hinweisen auf die offiziellen Statistiken fand ich bei www.netzpolitik.org: Markus Reuter schreibt dort: „Zwei Drittel der Deutschen schätzen Kriminalitätsentwicklung falsch ein“. Nebenbei bemerkt: Die weitere Einschränkung von digitalen Bürgerrechten durch das BND-Gesetz ist durch den Bundestag – da regt sich niemand drüber auf. Komisch.

 

Sozi - Was sonst?

Samstag

Diskussion und Debatten um den richtigen Weg in eine bessere Welt und eine bessere Politik für dieses Land. In Hamburg auf der Vereinsversammlung Demokratische Linke. Es wurden Forderungen für das Wahlprogramm der SPD zur BTW 2017 diskutiert und beschlossen.

Zum Abschluss eine Debatte über mögliche Regierungsbündnisse von SPD. Linke und Grünen. Es wird schwierig. Nicht unmöglich.

 

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