Blog 13/2016

MultiTasking ist kontraproduktiv. Störungen auch. Stille Stunden einführen!

#KfW-Darlehen #Businessplan #SPAA #Aufträge #Enttäuschung

Adventskranz 2016

Sonntag.

Nächsten Sonntag ist erster Advent. Mein Sohn findet, dass dann auch der Adventskalender beginnen sollte – und nicht erst am 1.12. Irgendwie hat er Recht. Wäre das eine Nische, um im nächsten Jahr mit solch einem Kalender groß in den Markt zu kommen? Nee, der 1. Advent 2017 ist der 3. Dezember – ob mein Sohn sich damit beruhigen lässt? Zum Lesen komme ich an diesem Tag: Der nasse Fisch. Empfehlung von Harald Weinberg. Ein gutes Geschenk zu Weihnachten für Menschen, die gerne Krimis lesen und sich in die Endphase der Weimarer Republik in Berlin entführen lassen wollen.

Stille Stunde - zentraler Bestandteil der invidividuellen Terminplanung!

Montag.

Ruhiger Wochenanfang. Planung der Woche gelingt. Und nachdenken darüber, warum die letzte Woche etwas unstrukturiert war. Ihr kennt das ja: Unterbrechungen und Störungen während der Arbeit führen zu einer geringeren Produktivität. Es braucht jedes Mal nach einer Unterbrechung wieder unnötig viel Zeit, um sich in die unterbrochene Arbeit erneut einzuarbeiten und dort fortzusetzen, wo man aufgehört hat. Addiert man diese Leistungsverluste einmal auf, so kann bis zu 28% unserer Arbeits-Zeit dadurch verloren gehen. Um den Tag auszuwerten, sich auf den nächsten Tag vorzubereiten ist es daher sinnvoll, möglichst störungsfrei arbeiten zu können. Um das zu erreichen, ist es wichtig, sich täglich mindestens eine stille Stunde zu gönnen: Alle Störungen werden "ausgeschaltet". Die stille Stunde ist ein Termin mit dir selbst und sollte fest in den Terminkalender eingetragen werden. Also, wieder fest eingetragen, damit die Planung klappt.

Dienstag

Das Foto des Tages ist die Verschlussklappe meines USB-Sticks. Diese Verschlussklappe verschwindet ab und zu. Einfach so. Eine Zeitlang habe ich dann immer gesucht und gesucht und gesucht. Kennt ja jeder: Dann findet man das Ding nicht – aber nach ein paar Tagen ist es dann wieder da. Ohne, dass eine weitere Suche stattgefunden hat. Einfach so. Tue nichts – dieser Tipp aus dem Buddhismus ist bei mir im Beratungs- und Berufsalltag mittlerweile fester Bestandteil einer Strategie, mit bestimmten Sachen umzugehen. Wenn sich Probleme und komplexe Sachfragen nicht schnell lösen lassen, versuche ich nicht mehr, diese Lösung zu erzwingen. Denn krampfhaftes Erzwingen führt nur dazu, dass das Problem immer mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt. Nicht aber die Lösung. Also: Mutig sein, liegen lassen, einfach mal den Blick auf andere Dinge richten, sich auf diese konzentrieren – dann kommt die Lösung für das eigentliche Problem meistens einfacher. Wie von selbst. Wie die Verschlussklappe vom USB-Stick.

Online-Verzeichnisse - einfach kostenlos eintragen!

Mittwoch

Marketing ist mehr als Werbung. Aber manchmal denke ich, es wäre schon schön, wenn Existenzgründer und Existenzgründerinnen auf jeden Fall Werbung machen würden. Bei einer Online-Recherche von 30 Existenzgründungen, die ich im letzten Jahr begleitet habe, konnte ich feststellen, dass nur wenige überhaupt im Netz zu finden sind – also nicht einmal in den Portalen, in denen sich jeder und jede online kostenlos registrieren kann. Ein Marketing-Experte, Marcel Schlee, schreibt immer: 90% aller Unternehmen scheitern im Web. Er hat wohl recht. Da werde ich im ersten Quartal 2017 mal einen Schwerpunkt legen müssen. Auf jeden Fall werde ich ein kostengünstiges Angebot machen: Webauftritt (über Jimdo) + Online-Marketing-Strategie + Facebook-Anzeigen-Beratung. Als Seminar? Als Workshop? Da muss ich noch drüber nachdenken.

 

Kartoffelsuppen-Rezept gerne auch Anfrage

Donnerstag.

Enttäuschung, hat Frank Hinrichs immer gesagt, ist eigentlich positiv, denn im Wortsinn ist es das Ende einer Täuschung – meistens einer Selbsttäuschung. Das hilft mir immer noch, wenn es mal nicht so klappt wie es gerne hätte. Denn jetzt hätte ich gerne die Zusage für eine Einstiegsqualifizierung (EQJ) für einen 20jährigen, der seit Jahren fleißig arbeitet, um seiner Familie zu helfen, aber jetzt endlich mal eine Ausbildungsstelle braucht. Und die Firma, wo er ein Praktikum gemacht hat, meldet sich nicht mehr bei ihm – eine ganz schwache Performance – wenn ich da anrufe, ist der Geschäftsführer immer in Terminen und Gesprächen. Naja, abhaken. Wo ich das mache? In einem Proejkt für den Bildungsträger TERTIA in Delmenhorst. Das Projekt heisst SPAA - Service Point Arbeit und Ausbildung. mmerhin habe ich über diese Firma einen anderen Arbeitssuchenden jetzt in Arbeit gekriegt. Aber die Tendenz, dass sich Unternehmen zu langsam oder gar nicht melden, wenn es darum geht, Zu- oder Absagen mitzuteilen, ist mittlerweile wirklich erschreckend. Damit die Arbeit bei der Ausbildungsplatzsuche in den folgenden Monaten einfacher wird, gibt es eine Facebook-Gruppe „Ausbildungsplätze in DEL und umzu“. Schaut doch mal rein!

 

Freitag.

Noch vier Wochen bis Heiligabend. Noch sechs Wochen bis Jahresende. Der Terminkalender will sich der angeblichen vorweihnachtlichen Besinnlichkeit aber nicht stellen. Er füllt sich weiter. Diese Woche sind noch zwei zusätzliche Anfragen dazu gekommen, die beiden Anfragen aus der letzten Woche sind jetzt Aufträge, und müssen schnell bearbeitet werden. Existenzgründung planen für einen Vertriebsexperten, eine Unternehmens- und Personalberater und für einen Online-Shop. Dazu noch ein Angebot schreiben für die Begleitung einer Erweiterungsinvestition eines Kunden von mir, der im Transportgewerbe ein Online-Vergleichs-Portal betreiben wird – und jetzt doch mehr Personal braucht, als ursprünglich gedacht – also KfW-Darlehen beantragen. Und bei einem Kunden von mir, der in Schwierigkeiten ist, diese Schwierigkeiten auflösen und eine Perspektive für 2017 erarbeiten.

Schöne Deko auf der Feier im Golfklub Bremer Schweiz e.V.

Samstag

Ein ruhiger Wochenausklang, der dazu führt, dass ich Zeit habe, einen Artikel zu lesen, der schon länger rumliegt: „Die Versteinerung der Herzen“ von Götz Eisenberg. Eisenberg spricht davon, dass der Sozialstaat den innergesellschaftlichen Krieg versucht, abzufedern und Tugenden wie Pflichtgefühl, Verantwortungsbewusstsein, gegenseitige Hilfe und Solidarität fördert. Daher rührt jetzt mein Literatur- und Filmtipp für diese Woche. Das kalte Herz von Wilhelm Hauff kommt in diesen Tagen neu verfilmt in die Kinos. Eins schönes Beipiel für die aktuelle Versteinerung. Und die Bücher von Eisenberg sind lesenswert – im August 2016 ist der Titel „Zwischen Arbeitswut und Entfremdungsangst“ erschienen. Nachmittags: Feier zur Goldenbe Hochzeit meiner Schwiegereltern. Schön war's.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0