Blog 16/2017


Auch Selbstständige brauchen Pausen!


Kaiserschmarrn - bloß kein Stress!

Existenzgründung vorbereiten, heisst: Viele Fragen zu Beginn ordentlich klären!

Am Montag tapse ich in die klassische Home-Office-Falle: Zu viel vorgenommen, weil ich nicht bedacht habe, dass die Sommerferien noch nicht zu Ende sind und die Ferienbetreuung aber schon. Kinder sind eben kein Störfaktor für mich, können sich aber auch nicht in Luft auflösen … Zeitplan war schon nach 1 Stunde komplett übern Haufen – auch, weil es eigentlich gar nicht so richtig einen gegeben hatte: Es war im Kopf ganz viel Zeit gewesen, die sich dann Stück für Stück in Luft aufgelöst hatte. Und dann noch mal eben Mittagessen vorbereiten: Kaiserschmarren!

 

Wo der Begriff herkommt, darüber gibt es ja unterschiedliche Geschichten: Die eine sagt, der Kaiser hätte einen Casa-Schmarrn bekommen – eine auf einer Berghütte übliches Mehlspeisengericht und da es ihm so gut geschmeckt hat, soll es zukünftig in die kaiserliche Küche als Kaiserschmarrn aufgenommen worden sein. Seiner Ehefrau, Kaiserin Sisi, soll es nicht geschmeckt haben … es war ihr zu kalorienreich und die Rosinen haben ihr nicht geschmeckt. Bei uns gibt es den Kaiserschmarrn auch ohne Rosinen! Ach ja, der Tag war dadurch natürlich gerettet und ich hatte auch noch eine Zeitreserve: Die Zugfahrt nach Hannover – da konnte zumindest den Termin vorbereiten und noch die Reste des Blogs bearbeiten, den ich abends hochladen wollte. 

Was wird das kosten?

Die Frage, was ein Unternehmen wert ist, ist auch eine subjektive Frage. Aber es ist auch möglich, diese zu berechnen. Diese Woche werde ich das wieder machen und habe entsprechend Unterlagen angefordert. Wie immer sind es keine außergewöhnlichen Unterlagen, sondern einfache Unterlagen, die jeder Betrieb im Laufe seiner Aktivitäten erstellt: Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen mit Summen- und Saldenlisten, Informationen über Verträge und Risiken, die bestehen könnten. Die Ergebnisse bei der Wertermittlung sind in der Regel so, dass die Verkäufer von Betrieben erschüttert sind, wie wenig der Betrieb objektiv wert ist. Dann ist ein subjektiver Faktor gefragt. In diesem Fall gibt es meiner Meinung nach zu wenig Verständigung über den Bereich, in dem sich der Preis für den Betrieb bewegen soll, damit der subjektive Faktor zufrieden ist und der Käufer weiß, was er an Geldmitteln zu besorgen hat. Mal sehen, wie es endet. Ihr werdet es erfahren, wenn es einen positiven Ausgang gibt. Den Preis werde ich natürlich nicht nennen, aber den Betrieb.

Der Bundestagswahlkampf fängt jetzt zumindest an den Straßenlaternen an: Plakate sind aufgehängt worden. Mein Sohn erkundigt sich, wen wir denn wählen – und ich kann nur antworten, dass es diesmal nicht so einfach ist wie sonst. Und meine Tochter bemerkt trocken: „Die Frau, die da hängt, sieht so aus, als wenn sie sich sehr leicht beeinflussen lassen würde und gar keine eigene Meinung hätte.“ Leider kann ich ihr nicht wirklich widersprechen.

In der nächsten Woche gibt es übrigens anlässlich der Bundestagswahl eine Zusammenfassung der Positionen der Parteien zum Thema Selbstständige – insbesondere in Sachen Krankenversicherung waren die letzten Monate von Veränderungen geprägt, die deutliche Verschlechterungen für alle bringen könnten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.  

Whitepaper "Scheinselbstständigkeit" erschienen

Es gibt eine neue Reihe bei mir: WhitePapers. Auch hier hilft Wikipedia: „Ein White Paper ist ein Dokument, das in einer flüssigen Sprache ohne Marketingballast spezifische Themen behandelt: als (Fall-)Studie, Anwenderbeschreibung, Analyse oder Marktforschung. Das eingegrenzte Thema wird auf bis zu 15 Seiten behandelt, längere Dokumente sind eher selten. Von konventionellen Werbeformaten unterscheiden sich White Papers nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihren konkreten Nutzwert. Der Leser benötigt in einer bestimmten Situation eine Problemlösung. Diese Erwartung sollte ein White Paper erfüllen.“ Mein erstes Whitepaper habe ich auf Wunsch von Kunden zum Thema „Scheinselbstständigkeit“ geschrieben. Häufig werde ich in der Beratungspraxis mit Fragen bezüglich der Abgrenzung zwischen den Begriffen Selbstständige, Scheinselbstständige und arbeitnehmerähnliche Selbstständige konfrontiert. Diese Begriffe sollen in dem WhitePaper erklärt und die Folgen für die Praxis gerade bei ExistenzgründerInnen beleuchtet werden. Dabei geht es bei der Begriffsklärung vordringlich um die Klärung der Begriffe aus der Sichtweise des Sozialversicherungsrechtes aus – das Steuerrecht wird weitgehend ausgeklammert. Eine Ergänzung um diesen Bereich ist in Arbeit und wird rechtzeitig angekündigt. Das WhitePaper kann hier heruntergeladen werden.

Workshop "Online-Marketing" in Vorbereitung

 

Der Kulturschock des ersten Schultages nach den Sommerferien hält sich in Grenzen: Der Morgen verläuft müde, aber sehr gut organisiert. Komisches Gefühl am Mittag: Ich hole meine Tochter von der Schule ab, auf die ich auch mal gegangen bin.

 

Eine Idee wird konkreter: Es soll im August oder im September einen Workshop bei Kaffee und Kuchen geben. In Delmenhorst. An einem Samstagnachmittag. Thema: Online-Marketing und wie man die eigene Homepage dafür optimiert. Und: Was man an einem Shop-System noch optimieren kann. Dazu werde ich demnächst einladen und als Referenten konnte ich Jürgen Hoffhenke gewinnen – Experte in Sachen e-Commerce und SocialMedia. Jürgen ist Partner im Netzwerk von In&Out Beratungsunternehmen und hat sich im Oktober 2014 mit dem Eridanus Verlag selbstständig gemacht.

 

Personalsuche - immer komplizierter!

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Ein langer Beratungstag: Gleich morgens telefonische Beratung mit drei Kunden. Es dreht sich um die Verwendung eingeworbener Fördermittel und um Personal. Das erste Problem kann gelöst werden – das zweite Problem der Personalsuche stellt sich als tendenziell unlösbar heraus: Es geht um eine Arbeit mit 10,00 €, die für Frühaufsteher geeignet ist, es können monatlich zwischen 1.000 € und 1.400 € verdient werden. Erst mal saisonal, dann im Herbst und im Winter mit anderer Schwerpunktsetzung. Infos bei Saubermänner Hannover GmbH. Alles im Straßenreinigungsbereich. Eine Hilfe erhalte ich zukünftig bei der Suche nach Ausbildungsplätzen für junge Menschen. Denn die Erfahrung ist die, dass es kaum noch Reaktionen von Unternehmen und Betrieben gibt, wenn Jugendliche sich per E-Mail oder mit einem Brief bewerben. Helfen wird jetzt die Handwerkskammer für offene Ausbildungsplätze – auch für Flüchtlinge. Es war ein ermutigendes und aufbauendes Gespräch, weil auch erwähnt wurde, dass natürlich Betriebe gerade für Flüchtlinge gefunden werden müssen, wo die Gesellen des Betriebes auch eine Bereitschaft haben, sich intensiv zu kümmern. Eine gegenteilige Erfahrung musste jetzt gerade ein junger Mann aus Syrien machen – er berichtete, dass leider niemand mit ihm gesprochen hat auf der Baustelle: Die Arbeitssprache war polnisch.

Einfach mal Nichts tun!

 

Jedes Jahr werden Kinder eingeschult. Als Eltern nimmt man viermal an diesen Einschulungen teil – wenn man zwei Kinder hat: Zweimal bei der Einschulung der eigenen Kinder und zweimal, wenn dann die zweite Klasse für die darauffolgende erste Klasse die Einschulung mit vorbereitet: Die Eltern sorgen für Kaffee und Kuchen, die Kinder singen beim Empfang. Ein schönes Ritual – heute war ich mit der Familie das letzte Mal bei so einer Feier. Schön war es. Vor allem, weil ich selbst auch in dieser Grundschule in Bungerhof eingeschult worden bin. Danach noch etwas eingekauft und dann daran gedacht, ganz bewusst nichts zu tun! Denn Gehirnforscher und Psychologen haben längst herausgefunden, dass Phasen absichtslosen Nichtstuns absolut wichtig sind. Die Phasen sorgen dafür, dass die Batterien wieder aufgeladen werden und auch das Gedächtnis wieder gestärkt wird. Phasen des Nichtstuns sind auch wichtig für Einfallsreichtum und Kreativität. Große Ideen brauchen vor allem eines: Zeit und Muße. Denn in unser durchorganisierten und beschleunigten Zeit mir ihrem erhöhten Arbeitsdruck und der Möglichkeit der andauernden Kommunikation sorgt für eines ganz bestimmt: Ständige Unruhe. Ulrich Schnabel beschreibt in seinem Buch „Muße – Vom Glück des Nichtstuns“ die Ursachen der allgemeinen Zeitnot. Wer eine eine Fülle von konkreten Anregungen und Tipps sucht, um dem dauernden Druck zur Beschleunigung zu widerstehen, der sollte es lesen.

 

Die Weltlage: Eve of Destruction.

Letztens auf Bremen 1 mal wieder gehört: Eve of Destruction. Und heute mal gelesen, was für einen Hintergrund der Song eigentlich hat. Ich zitiere WIKIPEDIA: „Durch die Komposition Eve of Destruction wandten sich alle Kontakte im etablierten Popmusik-Geschäft vom Komponisten Phil F. Sloan wegen des problematischen Inhalts ab, angefangen bei Musikverlagen über Plattenfirmen bis zu den aktuellen Folk-Interpreten. Einzig Bob Dylan und Judy Collins hielten zu ihm. Zudem war nur Lou Adlers Musikverlag Trousdale Music bereit, die Verlagsrechte zu übernehmen, ebenso wie Adlers Dunhill Records die Produktion und den Vertrieb durchführten. Trotz dieser Isolation schrieb Sloan zwischen 1965 und 1967 insgesamt 150 Titel, von denen 45 die Hitparaden erreichten. Das Lied stieß nach seiner Veröffentlichung bei vielen Amerikanern auf ablehnende, sogar feindselige Reaktionen, da sie es mitten im Kalten Krieg und zu Beginn der US-Intervention im Vietnam-Krieg als eine unpatriotische Stellungnahme auffassten. Offenbar legte das FBI in den 60ern sogar eine Akte über McGuire an. Viele Radiostationen in den Vereinigten Staaten und Großbritannien boykottierten Eve, andere sendeten es nur im Doppelpack mit dem Gegen-Song der Spokesmen, Dawn of Correction. McGuire selbst betrachtete seinen großen Hit nicht als Protestlied, sondern als „diagnosis of the human condition“ (eine Diagnose der menschlichen Situation). Auch wenn der Song mittlerweile nicht mehr so polarisiert wie damals, verfehlt er auch heute seine Wirkung nicht, da viele der angesprochenen Probleme – Nahostkonflikt, wahlunmündige Kriegsteilnehmer (Stichwort: Kindersoldaten), atomare Bedrohung (durch neue Nuklearmächte), Diskriminierung von Minderheiten und bürgerliche Doppelmoral – immer noch aktuell sind. Die in dem Song durchweg zu spürende Mischung aus zorniger, verzweifelter und resignativer Stimmung sowie die volksliedhaft-einfache Melodieführung haben Eve of Destruction zu einer der wichtigsten Protest-Hymnen der Love-and-Peace-Generation werden lassen.“ Hier ist der Song zu hören.





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