Blog 18/2017: Steuern sparen geht!


War Einstein ein guter Schüler?

Existenzgründung vorbereiten, heisst: Viele Fragen zu Beginn ordentlich klären!

Früher dachte ich immer, wenn Du einmal Kinder hast, dann hast Du auf jeden Fall immer auch sehr viel Spaß. Denn Kinder lachen gerne, machen gerne Quatsch, essen gerne Pommes, gehen gern auf den Jahrmarkt, ins Kino … Das stimmt alles. Was ich nicht wusste, ist, dass Kinder dafür sorgen, dass Dein Allgemeinwissen täglich steigen muss. Heute musste ich liefern – meine Tochter hat schon seit 2 Tagen gefragt: War Einstein ein guter Schüler? War Einstein ein braver Schüler? Warum ist Einstein so berühmt geworden? Also musste ich selbst erst mal recherchieren, um die Antworten zu bekommen und weiterzugeben. Da die erste Frage meistens falsch beantwortet wird: Ja, Einstein war ein guter Schüler. Der erste Biograph hatte leider das schweizerische Notensystem falsch verstanden – da ist eine „6“ eine „1“ – so entstehen Gerüchte. (Ich reiche später noch mal nach, wer das war.) Interessant über ihn und von ihm zu lesen: „Das Gewinnmotiv ist in Verbindung mit der Konkurrenz zwischen den Kapitalisten für Instabilität in der Akkumulation und Verwendung des Kapitals verantwortlich und dies bedeutet zunehmende Depressionen. Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zu dieser Lähmung des sozialen Bewußtseins von Individuen, die ich zuvor erwähnt habe. Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine zukünftige Karriere anzusehen. Ich bin davon überzeugt, daß es nur einen Weg gibt, dieses Übel loszuwerden, nämlich den, ein sozialistisches Wirtschaftssystem zu etablieren, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielsetzungen orientiert.“ Ich kann ihm nur zustimmen.  Ansonsten: Ein Tag mit Routine (Berichte schreiben), Akquise (Telefonate) und einem späten Termin, wo ich einem Gründer bei der Entscheidung helfen muss, einen Schritt zu wagen – oder doch lieber den Traum zu begraben, den er seit Jahren hat.

Gewinne steigern und Steuern sparen - das geht!

Diese Woche war mal wieder Steuertag. Also musste ich zusehen, dass ich meine Buchhaltungsunterlagen zum Steuerbüro schaffe – natürlich alles schön ordentlich vorsortiert. Bei einem Gespräch mit einer Unternehmerin darüber, wie ungern wir so etwas tun, kamen wir auch auf steigende Gewinne zu sprechen: Was tun, wenn der Gewinn steigt – was ich Euch ja allen wünsche. Meistens ist es so, dass die Gewinne auf einmal steigen – zu Eurer Freude aber dann doch die Sorge kommt, wieviel davon denn das Finanzamt haben will.

Wenn es wirklich eine enorme Steigerung bei gleichen Fixkosten und sonstigen Kosten gibt, ist die Gewinnsteigerung überproportinal. Daher müssen dann von Euch gegenüber dem Steuerberater klare Vorgaben gemacht werden. Anschaffungen z.B. das notwendige Fahrzeug, welches Ihr braucht, um die Kundentermine gut zu erreichen, sorgt zwar dafür, dass das Geld von Eurem Konto zum Konto des Autohändlers wandert – aber eine Ausgabe von 20.000 € bringt im September des laufenden Jahres nur eine Abschreibung von 1.300,00 €.

Ein wichtiges Steuerspar-Instrument in einer solchen Situation ist der Investitionsabzugsbetrag (IAB). Dabei handelt es sich nicht um eine Abschreibung im engeren Sinn, sondern um eine gewinnmindernde Rücklage, die bereits bis zu drei Jahre vor der Anschaffung gebildet werden darf. Die Rücklage darf immerhin bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes betragen. Wenn ihr also plant, einen zweiten Standort zu eröffnen, bei dem ihr 40.000 € ausgeben müsst, ergibt sich eine stattliche Steuerersparnis: 16.000 €. Wird der Gegenstand, für den ein Investitionsabzugsbetrag gebildet wurde, nicht rechtzeitig angeschafft, muss die Rücklage allerdings gewinnerhöhend aufgelöst werden, und zwar in dem Jahr, in dem sie ursprünglich gebildet wurde. 

Gründungszuschuss – Formalia beachten!

Es gibt mal wieder Neues aus dem Bereich des Gründungszuschusses. Ein Sachbearbeiter der Bundesagentur schreibt an einen Gründer: "Ihre Frage zum Verdienst konnte ich nicht eindeutig zuordnen. Daher zwei Antworten: Erstens: Im Rahmen der Selbstständigkeit können Sie so viel verdienen wie Sie wollen (und können). Zweitens: Eine Nebentätigkeit (geringf. Beschäftigung) ist natürlich möglich, solange Sie hierfür weniger Stunden aufwänden als für Ihre Selbstständigkeit. Auch bei einer parallelen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geht es m. E. um die Stundenzahlen."  Wie würdet ihr das versehen? Ja, so wie der Gründer: Er kann sozialversicherungspflichtig arbeiten und trotzdem weiter den Gründugszuschuss erhalten. Das geht – aber immer nur, wenn es sich um eine Beschäftigung handelt, die außerhalb des Gründungsbereiches liegt. Und dann auch nur, wenn dies von der Bundesagentur vorher extra bestätigt wurde – die Haltung zu dieser Frage ist nämlich nirgendwo hinterlegt oder einheitlich geregelt. Also: Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Gärtner und eine Selbstständigkeit als Gärtner – das dürfte schwierig werden. Und dann geht es naütrlich auch nur, wenn der Verdienst in der Selbstständigkeit höher ist und die Stundenanzahl größer ist als im Nebenjob, z.B. als Aushilfsfahrer in einem Paketdienst. Vorsicht also.

Dem Zwang zur Selbstoptimierung widerstehen!

So langsam wird es klarer: Wenn Kinder älter werden, erhalten die Eltern Stück für Stück mehr Zeitsouveränität zurück. Meine Tochter verlässt jetzt schon um 07:10 das Haus, um mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Demnächst geht mein Sohn dann zu Fuß zur Schule – es wird damit eine knappe Stunde eher morgens ruhig – was erst mal ein Problem erzeugt: Die Eltern haben Entzugserscheinungen, da sie weniger helicoptern können. Das soll etwas dauern, habe ich gehört, bis man da durch ist. Aber wenn ich mir ausrechne, dass ich täglich eine Stunde mehr Zeit habe – das ist wöchentlich ein ganzer Arbeitstag. Die Frage ist: einfach verdödeln die Zeit oder sinnvoll nutzen. Ich bin gespannt, wie ich mich entscheiden werde. Ach nee, auch einfach nur mal rumsitzen und nichts tun, heißt ja, die Zeit sinnvoll nutzen – einfach relaxen, mal an nichts denken. Sich nicht immer dem Stress aussetzen, sich vollkommen durch zu optimieren: Der Zwang, sich immer weiter zu verbessern, hat ja längst die Berufswelt verlassen und erreicht alle Lebensbereiche: Familie, Freunde, Gesundheit, Urlaub. Was habe ich letztens gelesen – lieber unperfekt glücklich als perfekt unglücklich. Das ist kein Aufruf, nur noch mittelmäßig zu sein – sondern ein Maß zu finden, was glücklich macht. Wie heißt es so schön: Glücklich ist nur der, der sich Ziele setzt, die er auch erreichen kann.

 

Portraits von GründerInnen: Es geht weiter!

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Endlich habe ich einmal Zeit gefunden, nach Bielefeld zu fahren, um mit Marlies Noack über das Erfolgsgeheimnis von „Styling Federleicht“ zu sprechen. Die Fahrt fängt gut an, weil die Bahn es geschafft hat, die von mir reservierten Sitze und die entsprechenden Waggons nicht mitzunehmen. Immerhin konnte ich sitzen … Morgens hatte ich noch ein gutes Telefonat mit einer Vermittlerin eines JobCenters. Ich hatte ja schon des öfteren angedeutet, dass die unprofessionelle Integrationsarbeit offiziell beauftragter Institutionen mich nervt. Diese Woche gab es einen besonderen Aufreger: Es ging darum, dass in einer Schule eine gesonderte Klasse mit hoher Sprachförderung eingerichtet worden ist, um jungen Menschen, die einen Praktikumsplatz haben, um sich in die Arbeitswelt zu integrieren, zusätzlich sprachlich nach vorne zu bringen. Ich hatte dfvor leider nur den Juli Zeit – und jetzt habe ich höflich darum gebeten, mir ein paar Tage mehr zu geben, weil ich die Deadline zur Abgabe von entsprechenden Praktikumsverträgen um ein paar Tage verlängern wollte. Das wurde abgelehnt. Darüber hat sich dann eine Vermittlerin vom JobCenter genauso aufgeregt, wie ich. Das tat mal gut. Und jetzt wollen wir mal sehen, ob es nicht doch irgendwie geht. Um den Unsinn zu verstehen: Eine junge Frau hatte am Freitag, dem letzten Tag, bis zu dem geklärt werden sollte, ob ein Praktikum möglich ist, ein Vorstellungsgespräch – und das war erfolgreich. Es gibt jetzt eine verbindliche Zusage – aber keine Zusage der Schule für die Sprachförderungsklasse. Noch nicht!

 

Blog: Bloß nicht krank werden kommt am 28.08.2017

Das Wetter in diesem Sommer ist nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Bei Regen macht es auch keinen Spaß, im Garten zu arbeiten. Da musste ich dann endlich die Zeit nutzen, um die räumliche Gestaltung im Haus zu ändern. Dabei ist mir das Speedport vom Schreibtisch gerutscht. Kein Empfang mehr – und die zugangsdaten für das Speedport leider nicht greifbar. T-Online sagt: Wartezeit mindestens 30 Minuten. Also in der Zeit dann doch lieber gesucht. Und die zugangsdaten gefunden. Die Daten manuell eingegeben und alles lief wieder. Erschreckend: Was alles nicht laufen würde, wenn der Internet-Zugang gestört ist … Oder der Strom ausfällt …

Abends dann weiter an einem Text geschrieben, der einfach nicht fertig werden will: Mein Blog über die Krankenversicherung, die Tücken und die Änderungen, die sich dieses Jahr und im nächsten Jahr noch ergeben werden. Versprochen: Am 28.08.2017 erscheint der Blog – parallel zum normalen Blog.

 

Ballroom Blitz bei Regen

Zweiter Tag mir Dauerregen. Also die restlichen Aufräumarbeiten vom Vortag erledigt und damit begonnen, das Konzept für einen Extra-Blog zu entwickeln. Thema: Altersvorsorge und Rentenversicherung bei Selbstständigen: Ein Thema wird uns dieses Jahr noch beschäftigen – die Alterssicherung. Da wird es Änderungen nach der Bundestagswahl geben [keine Sorge – ich informiere noch!!] Aber gerade Selbstständige können mit hohen Einzahlungen in eine private Altersvorsorge den zwar nicht den Gewinn drücken, aber das zu versteuernde Einkommen sinkt durch die sog. „Vorsorgeaufwendungen“. Mit einer Rürup-Rente könnt ihr also kurzfristig die Steuerlast drücken und gleichzeitig etwas für die Rente tun. Das praktische an der Rürup-Rente für Selbständige ist die Möglichkeit, auch Einmalzahlungen zu leisten. Bis zu 40.000 Euro können Selbstständige für Vorsorgeaufwendungen im Jahr geltend machen. Wichtig: Für das Steuerjahr 2013 dürfen Unternehmer 76 Prozent der Einzahlungen als Betriebsausgaben geltend machen. Der Anteil steigt bis zum Jahr 2025 jährlich um zwei Prozentpunkte, bis letztlich 100 Prozent steuerwirksam sind. Achtung: Später die Auszahlung der Rürup-Rente voll einkommensteuerpflichtig. Musiktipp: Ballroom Blitz von Sweet. Einfach hören und dazu folgenden Textbeitrag lesen: Mein erstes Mal: The Sweet.

 





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