Blog 22/2017: Marketing mit Facebook (2)


Facebook: Die Datensammelmaschine

In Blog 21/2017 hatte ich versprochen, meinen kleinen Exkurs zum Thema „Marketing mit Facebook“ hier fortzusetzen. Rückblickend auf den letzten Beitrag dazu in Blog 21/2017 fasse ich noch mal zusammen: Die sog. „organische Reichweite“ wird nie ausreichen, um gute Geschäfte zu machen. Wenn Du mit Facebook Dein Zielpublikum wirklich ansprechen und erreichen willst, dann bleibt nur eins: Die organische Reichweite muss mit bezahlten Werbeanzeigen ergänzt und damit optimiert werden. Genauso wie bei einer Zeitungsanzeige heißt das natürlich auch, sich die Frage zu stellen, an welcher Stelle und an welchem Tag die Anzeige so platziert werden muss, damit das Geld sinnvoll und erfolgversprechend eingesetzt wird.  Zuerst ist es notwendig, das sich mit dem Unternehmen Facebook und seinem Algorithmus zu befassen. Im letzten Blog hatte ich es schon erklärt: Facebook will nach eigenen Aussagen erreichen, dem Nutzer und der Nutzerin jeweils die für das Individuum wichtigsten Postings zu präsentieren. Dies genau soll der Algorithmus von Facebook erreichen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es die verschiedensten Elemente gibt, die deutliche und starke Auswirkungen auf die Sichtbarkeit haben.

 


Wieviel Nachrichten auf Facebook würdest Du lesen?

Das Wichtigste zuerst – und das weißt Du bestimmt auch: Deine „Timeline“ oder „Newsfeed“ enthält immer eine Auswahl von Nachrichten, die Du eigentlich sehen könntest. Vielleicht weißt Du, dass Du Dir ansehen kannst, ob Du die neuesten Nachrichten lesen willst oder die beliebtesten – das kannst Du einstellen. Wenn Du es noch nicht regelmäßig machst, es ist zu empfehlen, um zu wirklich die neuen Nachrichten zeitnah zu lesen. Aber was Du auch machst – es gibt einfach viel zu viele Nachrichten, zu viele Inhalte auf Facebook. Je mehr Personen auf Deiner Freundesliste stehen, um so mehr Beiträge könnte Facebook Dir zeugen. Das könnten dann schnell ein paar tausend Inhalte am Tag werden – teste doch einmal, wie viele Posts Du in einer Stunde lesen kannst – ohne zu kommentieren oder zu liken. Und denke darüber nach, ob Du tausend E-Mails am Tag lesen würdest – eher nicht. Daher „filtert“ Facebook vor. Was an anderen Orten mit dem Wort „Zensur“ belegt werden würde, verkauft uns Facebook als eine Dienstleistung, die uns nur helfen soll, entsprechend unserer Interessen die für uns am besten passende Auswahl von Nachrichten zu erhalten. Und Facebook bietet mittlerweile auch an, dass Du dabei mitbestimmen kannst. Denn Facebook erlaubt Dir, die Nachrichten, die Du Dir ansiehst, auch zu klassifizieren.

 


Facebook - Algorithmus: Der weiß, was Du tust.

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Der Algorithmus heute ist anders als der frühere. Früher vergab Facebook sog. „generische Punktwerte. Heute sorgt Facebook dafür, daß Dein Verhalten auf Facebook registriert wird und Du dafür verantwortlich wirst, welche Dinge Du auf Facebook siehst. Du hast noch nie ein Foto angeklickt, wenn es in Deinem Newsfeed war? Facebook merkt sich das und wird in Zukunft weniger Fotos zeigen. Im Gegenzug bedeutet dies aber auch, dass bestimmte Formate von Inhalten für Facebook eine neue Bedeutung bekommen. Wie Du an Deinen eigenen Verhalten sicher festgestellt hast: -Videos oder Videos guckst Du Dir schnell mal eben an – ist ja einfacher, als lesen … Videos ansehen heißt für Facebook: Interaktion. Je mehr Interaktionen ein Beitrag produziert, je öfter er geteilt wurde, als desto relevanter bewertet Facebook diesen Beitrag. Zudem nimmt Facebook automatisch eine Höherbewertung von Live-Videos im Newsfeed vor und macht dies auch bei Videos, die öfter oder bis zum Ende angesehen werden. Oder Videos, bei denen Du einfach anklickst und die Stummschaltung bei Deinem Smartphone ausschaltest. Also: Alles was Du auf Facebook machst, beeinflußt die Datensammelmaschine Facebook bei der Auswahl zukünftiger Inhalte für Dich. Für das Schalten von Anzeigen bedeutet dies: Du musst Deine Zielgruppe sehr gut kennen und definieren. Du kannst Du Zielgruppe erreichen über Anzeigen - wenn diese dann angeklickt werden und Deine Postings auf Facebook inhaltlich gut sind - auch das bewertet Facebook mittlerweile - dann steigt auch Deine organische Reichweite wieder.


Plastikfrei in die Zukunft!

Die Zahlen sind für die Leser und Leserinnen meines E-Books  nicht Neues mehr: Für viele platzt der Traum von der Selbständigkeit ganz schnell. Innerhalb von 6 Jahren scheitern über 50 Prozent der Existenzgründer (aller Sparten), laut KfW-Gründerkompass sind bereits über 30 % der Existenzgründer in den ersten drei Jahren am Ende. Für einen Berater wie  mich ist es immer wieder toll, wenn Gründungen, die ich begleitet habe, positive Nachrichten zu vermelden haben. Eines davon gibt es in Bremen. Professionell wie immer hat der Inhaber Selcuk Demirkapi ein Interview auf SAT 1 gegeben. "Umweltschutz ist eines der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Und Plastik ist eines der größten Probleme. Über elf Millionen Tonnen verbrauchen die Deutschen jedes Jahr. Wie es auch ohne geht, zeigt der Supermarkt „SelFair“ in Bremen. Seit einem Jahr kann man dort unter anderem Müsli, Reis und andere Lebensmittel in eigene Behälter und Gläser umfüllen. Das Geschäft von Selcuk Demirkapis läuft richtig gut. Viele seiner Kunden tragen dazu bei, dass die Berge an Plastikmüll in Bremen kleiner werden - und all das Dank eines alternativen Ladenkonzepts." Auf Facebook gibt es die Fotografin Caroline Power, die Bilder aus der Karibik zeigt - bitte mal angucken. Und Plastik aus dem Leben verbannen.

 


SE0 - Suchmaschinenoptimierung an einem Beispiel

Kennt Ihr Small & Tiny? Könnt Ihr gar nicht kennen. Bis zu dieser Woche war dieser tolle Shop mit seinen tollen Produkten gar nicht auf Goggle zu finden. Aber nach intensiven Arbeiten an der Suchmaschinenoptimierung klappt es jetzt: Die Auswertungen zeigen, dass Google die Veränderungen gut findet und die Seite nach und nach höher im Ranking zu finden ist - mit dem Suchbegriff "Krabbelschuhe Bioleder" ist die Small & Tiny auf Seite 2 und mit "Kindermokassins" schon auf Seite 1. Jetzt wird die Struktur der Seite noch mal optimiert - und dann können mehr Menschen die tollen Produkte finden. Auf der Website ist die Unternehmensphilosophie zu lesen: "Bei Small & Tiny legen wir viel Wert auf qualitativ hochwertige Produkte, daher verwenden wir nur die besten Materialien. Im Onlineshop finden Sie Kindermokassins und Baby Krabbelschuhe aus pflanzlich gegerbten Bio Leder aus Deutschland. Die Accessoires werden ebenfalls nur aus feinsten Bio Stoffen hergestellt. Alle angebotenen Produkte werden mit viel Liebe in Norddeutschland handgemacht. Bei uns gilt: Nur das Beste für die Kleinen. Unsere Mokassins sind die idealen Baby Krabbelschuhe. Nicht nur wegen des Materials Bioleder, sondern auch wegen ihres Nutzens. Durch das natürliche Aufsetz- und Abrollverhalten eines Kindes sind sie der Partner in Crime zum Laufen lernen. Die Sohle ist rutschfest aber dennoch flexibel. Aufgrund eines eingearbeiteten Gummibandes sitzen die Schühchen fest am Fuß. Unser Bio Leder beziehen wir von einer Gerberei aus Deutschland. Was es so besonders macht? Es wird rein pflanzlich und ökologisch nachhaltig gegerbt. Das bedeutet, dass es chromfrei und absolut unbedenklich ist. Die Haltung der Tiere sowie der Gerbungsprozess unterliegen strengen Richtlinien. Unser Leder ist ein Naturprodukt und ständigen Kontrollen und Analysen ausgesetzt. Seine Natürlichkeit zeigt sich auch darin, dass die Haut mit all ihren natürlichen Merkmalen und Unregelmäßigkeiten erhalten bleibt. Das Leder wird nicht zusätzlich mit Kunststoff versiegelt, um diese Gegebenheiten zu verdecken. Dies ist ein Unterschied zu industriell hergestellten Leder und ein weiteres Qualitätsmerkmal. Es ist allergikergeeignet, atmungsaktiv und hautfreundlich. Perfekte Kinderkrabbelschuhe für kleine Kinderfüße."


Damals wars.

Vor vierzig Jahren habe ich mir den „Warren Bericht über den Mord ann Präsident John F. Kennedy“ gekauft und gelesen. Es war trocken und öde – und doch spannend. Bei Wikipedia gibt es zu den Hintergründen einen sehr schönen Beitrag. Dort wird auch auf die Verschwörungstheorien eingegangen, die kursieren: „Mafia: Ein naheliegender Gegenstand für Verschwörungsspekulationen war La Cosa Nostra, die amerikanische Mafia. Das Attentat könnte in dieser Perspektive eine Reaktion auf den erheblichen Verfolgungsdruck sein, unter den Kennedys Bruder Robert als Justizminister führende Köpfe des organisierten Verbrechens gesetzt hatte, namentlich Sam Giancana, Santo Trafficante und Carlos Marcello. Sie alle profitierten von großzügigen Darlehen, die ihnen Jimmy Hoffa, der Chef der mafianahen Teamster-Gewerkschaft, aus der Pensionskasse seiner Organisation zu gewähren pflegte. Durch die bevorstehende Verurteilung Hoffas drohte diese Finanzquelle zu versiegen. Dadurch schien sich Kennedy der Mafia gegenüber als undankbar zu erweisen, denn einerseits hatten die Gangster im Rahmen der Operation Mongoose bei verschiedenen Anschlagsversuchen auf Castro eng mit der CIA zusammengearbeitet. (…) Edgar Hoover: Der 68-jährige FBI-Chef J. Edgar Hoover (1895–1972) soll versucht haben, die Kennedy-Brüder zu erpressen, ihn auch nach Überschreiten seines siebzigsten Lebensjahres im Amt zu halten, doch ohne Erfolg. Außerdem habe er die liberalen Ansichten der Kennedys und ihren Lebensstil verachtet. Daher habe er Weisung gegeben, die Mordpläne der Mafia nicht zu stören, Informationen über Oswalds Verwicklung in das Mordkomplott nicht weitergegeben und so zu seinem Gelingen beigetragen. Nach dem Attentat habe er alle Indizien über eine Verwicklung der Mafia nach Kräften unterdrückt und sich für die Einzeltäterthese starkgemacht.[163] 1964, einige Tage vor seiner Aussage in der Warren-Kommission, wurde er von Kennedys Nachfolger Johnson zum FBI-Direktor auf Lebenszeit ernannt.“ Meisterhaft verarbeitet übrigen von James Ellroy in seinen Romanen „Ein amerikanischer Thriller“ und "Ein amerikanischer Albtraum".



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