Blog 23/2017: Mittelstand: Garant für Beschäftigungszuwachs


Neues Tool zur Auswahl von Förderprogrammen?

Der startothek-Newsletter berichtet über ein neues Tool der Bundesregierung: „Damit aus guten Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen werden, brauchen Gründerinnen und Gründer eine solide und ausreichende Startfinanzierung. Einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen stellt das BMWi in der neuen Förderlotse-Broschüre vor. Es ist nicht leicht, den Überblick über die Förderlandschaft für Existenzgründungen in Deutschland zu behalten. Daher gibt der neue Förderlotse auch erfahrenen Kenner der Materie einen schnellen Check, ob sie noch auf dem neuesten Stand sind. Das Spektrum der Förderprogramme für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen ist breit gefächert. Zuschüsse zur Sicherung des Lebensunterhaltes in der Startphase gehören genauso dazu wie Darlehen zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln oder passgenaue Programme zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien (Innovationen) bis hin zur Förderung junger Unternehmen auf ausländischen Märkten. Neben Zuschüssen und Förderdarlehen werden auch Beteiligungsprogramme und Bürgschaftsangebote erläutert. Außerdem werden die verschiedenen Förderungen dem jeweiligen Entwicklungsstand des Unternehmens zugordnet. Der neue Förderlotse kann auf den Seiten des Existenzgründungsportals des BMWi kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.“ Versprochen: Ich probiere es aus und berichte nächste Woche.

 


Gründung als Möbelhändler - Chancen gegen IKEA?

Vor Jahren habe ich schon einmal eine Gründung im Bereich Möbelverkauf begleitet. Demnächst muss ich ein Gründungsvorhaben beurteilen aus diesem Bereich. Spannend, wie sich die Marktsituation geändert hat. In den Branchenbriefen der VR-Banken-Gruppe kann ich dazu folgende Passage über die möglichen Zielgruppen: "Der Absatz an Privatkunden macht über 90 Prozent aus, Büromöbel laufen immer noch vielfach über den Bürowirtschaftlichen Fachhandel und – bei großen Objekten - im Direktbezug von den Herstellern: - Mitnahmemöbel verzeichnen laut Branchenverband BVDM einen Marktanteil von rund 25 Prozent (2016). Marktuntersuchungen zeigen, dass über die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung zwischen 14 und 39 Jahren mit selbst transportierten und eigenhändig zusammengebauten Möbeln wohnt.  Die Gruppe der über 50-Jährigen richtet sich beim zweiten oder dritten Mal meist qualitativ hochwertig ein und stellt somit eine besonders interessante Zielgruppe dar. Potenzial bieten hier u.a. Ideen rund um Wellness (Sauna, Bad), Garten und Wintergarten, Gäste- statt Kinderzimmer. Und: Die Betonung des Umweltgedankens ist eine Entwicklung auf dem Möbelmarkt, die sich nicht nur im Hinblick auf Verpackungsmüll zeigt, sondern auch im Sortiment, wie etwa die Verwendung von Holz mit pflanzlicher Oberflächenveredelung oder die Vorliebe zu höherwertigen, langlebigen Möbeln. Gut verkaufen sich heimische Hölzer, Nussbaum, dunkle Eiche, aber auch Obsthölzer." Wenn die Ladeneröffnung realisiert werden konnte, liefere ich Fotos.

 


Kleine Unternehmen führen - zu mehr Beschäftigung.

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Alle, die ich in den letzten 10 Jahren bei einer Existenzgründung begleiten durfte und die jetzt ein Unternehmen führen – alle gehören zum Mittelstand und sollten stolz sein. Denn diese KMU – kleinere und mittlere Unternehmen – tragen in Deutschland die steigenden Beschäftigungszahlen. So berichtet die KfW in ihrem Mittelstandspanel: „Die Zahl der Erwerbstätigen im Mittelstand ist im Jahr 2016 noch einmal stark gewachsen: Die kleinen und mittleren Unternehmen brechen ihren im Vorjahr aufgestellten Beschäftigungsrekord mit aktuell insgesamt 30,9 Mio. erwerbstätigen Personen. Der Zuwachs um 1,46 Mio. Erwerbstätige (4,6 %) fällt im abgelaufenen Jahr ausgesprochen hoch aus. Damit gilt auch für das Jahr 2016: Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland in mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Auch gesamtwirtschaftlich wächst die Beschäftigung seit nunmehr zehn Jahren (Wachstum 2016: +2,2 %). Im Jahresdurchschnitt gingen in Deutschland knapp 44 Mio. Personen einer Erwerbstätigkeit nach, ein Plus von etwa 935.000 Personen.1 Großunternehmen und der öffentliche Sektor haben im Jahresvergleich zum wiederholten Mal Beschäftigung abgebaut (Reduktion um 432.000 Personen), während sie im Mittelstand weiter gewachsen ist. Diese kräftigere Dynamik lässt die Bedeutung der KMU für den Arbeitsmarkt weiter zunehmen. Ihr Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit überschreitet erstmals die 70-Prozent-Marke, und liegt aktuell bei 70,4 % (+1,6 Prozentpunkte ggü. 2015). Mittelständische Unternehmen sind das Herzstück des Beschäftigungsbooms der letzten Jahre in Deutschland. Eine Abschwächung der starken Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist gegenwärtig nicht erkennbar (Juni 2017: 44,2 Mio. erwerbstätige Personen3). Gemessen am aktuell bereits erreichten Niveau sind allerdings zukünftig geringere Zuwachsraten realistisch. Ende 2017 werden in mittelständischen Unternehmen etwas mehr als 31 Mio. Erwerbstätige beschäftigt sein." Es gilt also: Auch durch neue Unternehmen steigen die Beschäftigtenzahlen. Also fleißig weiter Existenzgründungen planen!

 


Unsinn!

 

Gegen die fallende Auflage versucht die BILD-Zeitung mit allen Mitteln, die Auflage zu steigern. Auch mit Meldungen, die bei genauem Hinsehen falsch sind. Das letzte Beispiel: Über 30.000 Flüchtlinge sollen einfach so verschwunden sein, obwohl sie ausreisepflichtig wären. Das ganze wurde als Skandal beschrieben. Aber es war falsch. Gut, regelmäßig den BildBlog zu lesen: „Statt um 30.820 geht es also lediglich um 3057* Personen. Und auch das dürfte noch nicht die endgültige Anzahl „spurlos verschwundener“ abgelehnter Asylbewerber sein, wie „Bild“ sie nennt. Denn nicht alle ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber beziehen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenn der Betroffene etwa selbst über ein ausreichendes Vermögen verfügt, oder Angehörige zum Unterhalt verpflichtet sind, tauchen diese Personen nicht in der Statistik auf.“ Rechnerisch sind es ca. 3.000 Personen, die nicht nachverfolgt werden konnten. Das perfide daran ist: Am 4. November hat auch die „Bild“-Redaktion eingeräumt, dass es nicht 30.000 verschwundene abgelehnte Asylbewerber sind. Aber bis dahin sind dann die entsprechenden Akteure schon wieder unterwegs gewesen: Auf Facebook ging es rund, Claus Strunz von SAT 1 durfte wieder hetzerisch kommentieren. Gut, regelmäßig den BildBlog zu lesen: „Statt um 30.820 geht es also lediglich um 3057* Personen. Und auch das dürfte noch nicht die endgültige Anzahl „spurlos verschwundener“ abgelehnter Asylbewerber sein, wie „Bild“ sie nennt. Denn nicht alle ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber beziehen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenn der Betroffene etwa selbst über ein ausreichendes Vermögen verfügt, oder Angehörige zum Unterhalt verpflichtet sind, tauchen diese Personen nicht in der Statistik auf, die Larissa Krüger herangezogen hat.“ Den ganzen Beitrag von BildBlog findest Du hier.

 


Was würdest Du tun?

Auf meiner Leseliste steht seit kurzem: „Attan. Die Drehung des Lebens.“ Zusammenfassung: Als Arian das Licht der Welt erblickt, wütet ein blutiger Krieg in Afghanistan. In Todesangst flieht die fünfköpfige Familie. Ihr Ziel: Entfernte Verwandte in Deutschland. Eine Odyssee beginnt. Wie durch ein Wunder überlebt die kleine Arian die Strapazen der dramatischen Flucht über Pakistan und Usbekistan nach Moskau. Mit Schwarzarbeit soll von hier aus die Fortsetzung der Flucht finanziert werden. Aber der Preis der Schleuser ist hoch. Zu hoch, um gemeinsam aufzubrechen. Obwohl die Familie hungert, reicht das gesparte Fluchtgeld jeweils nur für einen von ihnen. Erst nach fünf Jahren sind sie wieder vereint und beginnen in Deutschland ein neues Leben. Im Schoß ihrer Familie wächst Arian im Rheinland-Pfälzischen Kelberg-Zermüllen auf. Doch das Leben in dem ersehnten Land stellt sie vor nie vermutete Probleme. Neben Hilfsbereitschaft und Mitgefühl trifft sie auf Abwehr und Feindseligkeit. Mutig nimmt sie die Herausforderung an. Mit vierzehn Jahren steht Arians Entschluss fest: Ich will in diesem Land leben. Passend zu diesem Buch: Lina Larissa Strahl: Was würdest Du tun?

 

 



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