Blog 24/2017: Jamaika-Koalition: Gut für Selbstständige?


#Jamaika-Koalition #GutfürSelbstständige? #ZehnMilliarden #CumEx-Skandal #BMWi-Tool #ausreichend #Facebook-Fans #Zahlnichtentscheidend!


Neue Bundesregierung - gut für Selbstständige?

Der Gründungsexperte Andreas Lutz hat sich festgelegt: Die Sondierungsgespräche der sog. „Jamaika-Koalition“ scheinen für Selbstständige und ExistenzgründerInnen in die richtige Richtung zu gehen. So schreibt er auf der Homepage des VGSD: „Vor gut sechs Wochen wurde gewählt, seit drei Wochen wird sondiert, jetzt sind erste Ergebnisse oder zumindest Absichten bekannt. Erfreulich ist, dass die für uns Selbstständigen wichtigsten Themen auf der politischen Agenda stehen, diskutiert werden („wollen gemeinsam angehen“, „wir sprechen über“, …) und die Diskussion auch in eine konstruktive Richtung zu gehen scheint. Die CDU hat den gemeinsamen Sondierungsstand zum Themenbereich Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege und Soziales veröffentlicht. Das sind die für uns Selbstständige wichtigsten Passagen:     „Unser Ziel heißt Vollbeschäftigung. Unser gemeinsames Ziel ist es darüber hinaus, Rahmenbedingungen zu schaffen, die in Zeiten von Digitalisierung und sich wandelnder Erwerbsbiographien passen.“ – So leiten die vier beteiligten Parteien das vierseitige Papier ein. "Im Zuge dessen wollen wir gemeinsam angehen: (…) Die Möglichkeiten von Bürokratieabbau, insbesondere für Gründer, StartUps und den Beginn von Selbständigkeit.  Darüber hinaus sprechen wir im Rahmen der Sondierungen weiter über die folgenden Themen: Wir wollen Selbständigkeit fördern und unterstützen, unter anderem durch Bürokratieabbau, insbesondere bei der Statusfeststellung, und einer Reduzierung der Mindest-Krankenversicherungsbeiträge. In Verbindung damit diskutieren wir auch über die Frage der weiteren sozialen Absicherung von Selbständigen (Pflicht zur Altersvorsorge, möglicher Einbezug in die gesetzliche Rentenversicherung). Unser gemeinsames Ziel ist die Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge. Um dies zu erreichen diskutieren wir über folgende Fragen: das politische Ziel einer Stabilisierung unter 40 %, die Frage der Einbeziehung weiterer Einkommensarten, (…) Die Frage der Finanzierung des Gesundheitswesens hinsichtlich (…) des gemeinsamen Ziels einer Reduktion der Mindestbeiträge von Selbstständigen." Ich teile die Einschätzung, dass die Punkte sehr konkret die Probleme ansprechen, die Selbstständige im Augenblick haben. Gespannt werde ich die weiteren Sondierungen verfolgen und hier berichten.

 

 


Ex und Hopp für CumEx: Zehn Milliarden fehlen - an Schulen!

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

In der Süddeutschen Zeitung war vor kurzem zu lesen, dass die Staatsanwaltschaften bei der Aufklärung von sog. Cum-Ex-Geschäften nun an Tempo zulegt. Worum geht es?

„Es geht um den Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende. Bei solchen Geschäften haben sich, so der Verdacht, zahlreiche Geldinstitute und Börsenhändler eine einmal an den Fiskus gezahlte Kapitalertragsteuer auf Dividendenerlöse mehrmals erstatten lassen; oder dabei geholfen. Der Staat wurde nach Schätzungen von Steuerfahndern auf diese Weise um mehr als zehn Milliarden Euro geschädigt. Die Aktiendeals gelten als der bislang dreisteste Steuerraubzug in der Bundesrepublik.“

Ganz interessant dazu die Zahl, die ein Lehrerverband jetzt gefordert hat, um marode Schulen entdlich vernünftig zu sanieren: Nach den Schätzungen braucht die Bundesregierung ungefähr zehn Milliarden Euro dafür.

So einfach kann Politik sein. Vielleicht geht einigen dabei ja mal ein Licht auf - vor allem denjenigen, die immer glauben, wir hätten das Geld nicht, um eine bessere Bildung, bessere Weiterbildung und gerechtere Bezahlung hinzukriegen.

 


Viele Facebook-Fans alleine reichen nicht!

Immer wieder erstaunt bin ich über Sandra Holze, die viele gute Blog-Beiträge schreibt zum Thema Online-Business. Ihre neuesten Aussagen stimmen mit meinen Beobachtungen überein, die Sandra Holze im Nachgang zu einem Online-Kurs in diesem Bereich gemacht hat: „Als Online-Business-Expertin weiß ich, dass eine erfolgreiche Facebook-Seite kein erfolgreiches Business ausmacht. Facebook-Fans und Instagram-Follower sind Eitelkeiten, die nichts darüber aussagen, wie gut jemand ist oder wie viele Kunden er oder sie hat. Mein Kurs hat also dazu beigetragen, den Gedanken einzupflanzen: Ich muss Facebook machen, dann klappt es mit dem Business. Auch wenn die Strategie mit Facebook den Email-Verteiler aufzubauen zentrales Element des Kurses war, kam das bei den meisten Teilnehmern nicht an. Einen gut funktionierenden Lead-Magneten zu erstellen, ist harte Arbeit. Also haben sie die Fragen in der Gruppe eher damit beschäftigt, wo sich welche Funktion versteckt, mit der man xyz auf der Facebook-Seite machen kann. Völlig unwichtige Dinge.“ Sag ich ja öfter mal. Also hört auf mich. Den ganzen Beitrag von Sandra Holze kannst Du hier lesen:


BMWi-Förderdatenbank - nur begrenzt einsetzbar!

Im Blog 23/2017 hatte ich versprochen, den neuen Förderlotsen der Bundesregierung zu testen – hier das Ergebnis: Naja, ich hatte mir schon mehr davon versprochen. Das pdf-dokument ist zwar umfassend, und leicht verständlich. Leider klappt die Verlinkung im Dokument zur Seite der Förderdatenbank des BMWi nicht. Mehrere Versuche sind gescheitert, auch die Direktanwahl unter www.foerderdatenbank.de funktioniert nicht, nicht immer und führt auch bei Unterseiten manchmal ins elektronische Nichts. Wenn es gelingt, den er die Unterseite /foerderassistent.hmtl zu öffnen, gibt es eine gute Datenbank, die einfach und übersichtlich zu bedienen ist. Allerdings gibt es in der Datenbank das übliche Problem: Wer gar kein Wissen hat über die unterschiedliche Strukturelemente von Fördermöglichkeiten, der wird schnell frustiert aufhören. Wer sich grundlegend informiert hat, der kann die üblichen Fördermittel schnell finden – aber dann fängt die Arbeit ja erst an: Wie komme ich dann an die Fördermittel, was muss ich bei der Antragstellung alles beachten. Und: Die Suche nach dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für GründerInnen, die Arbeitslosengeld I erhalten, ist überhaupt nicht zu finden. Schade, wenn solche Lücken auftauchen, bin ich skeptisch, ob die Datenbank nicht noch weitere Fehler enthält.

 



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