Blog 25/2017: SteuerberaterIn wählen - Du liegst richtig, wenn ...


… Du Dich gut fühlst, wenn Du ausgefragt wirst.

Er oder sie muss sich für Dich interessieren. Das Steuerrecht durchzieht alles bereiche des Lebens: Ausgaben für Kinder, Kosten einer Krankheit – auch das ist wichtig. Alle Bestandteile im Leben eines Mandanten – so nennt eine Steuerberater Dich - sind wichtig, um eine gute Beratungsgrundlage für das Ziel „Steuern sparen“ zu haben. Du musst dazu wissen: Du musst nicht wissen, welche Dinge wichtig sind oder nicht – das muss der Steuerberater alles erfragen. Er oder Sie hat im Rahmen der Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung alles zu erfragen. Deshalb musst du nur eins tun: beim ersten Gespräch darauf achten, was abgefragt wird: Wie viel wird erfragt, wird etwas notiert, werden Unterlagen nachgefordert. Gibt es einen Folgetermin? Aber genauso wichtig ist es, dass Du Dich gut fühlst, dass das Gespräch in Ruhe geführt werden kann. Wenn Du Dich nur als Nummer fühlst – dann gehe schnell wieder. Es gibt genug Alternativen! Wenn im Gespräch aber alle Informationen systematisch gesammelt werden, dann kann Dir auch eine sehr gute Dienstleistung angeboten werden: SteuerberaterInnen, die sehr gut sind, wollen Dir nämlich auch unaufgefordert Gestaltungsmöglichkeiten zum Steuersparen geben.

 


… Du im Gespräch nicht belehrt wirst, sondern etwas dazulernst!

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Vielleicht kennst Du das ja auch von ÄrztInnen: Es wird viel geredet und nichts von dem hast Du so richtig verstanden. Dann suchst Du Dir auch schnell einen anderen Arzt, weil es um Deine Gesundheit geht und Du nichts riskieren willst. Gute SteuerberaterInnen haben sehr sehr viel Fachwissen – sehr gute SteuerberaterInnen können dieses Wissen gut vermitteln. Er oder sie kann klaren Text reden und in einer Sprache sprechen, die Dir hilft, Deine Situation gut zu verstehen. Es geht ja auch für SteuerberaterInnen darum, Dich richtig zu verstehen – das Gespräch ist also ein Geben und Nehmen – und daher sind Fragen von Dir natürlich wichtig für die gemeinsame Arbeit. Aber genauso wichtig sind klare Antworten, die Dich aufklären und klüger machen. SteuerberaterInnen, die Deine Fragen gerne hören, sind sehr gute BeraterInnen. SteuerberaterInnen, die genervt wirken, wenn Du Deine Fragen stellst, solltest Du nicht in Deinem unternehmerischen Leben dulden.

 


… wenn es Kommunikationsvereinbarungen gibt.

Natürlich haben gute SteuerberaterInnen nicht nur Dich als Kunden. Daher hast du natürlich Verständnis dafür, wenn Du ihn oder sie nicht immer sofort telefonisch erreichen kannst, sondern mit einer freundlichen Stimme klären kannst, was Du wissen willst und wann Du am besten erreichbar bis. Und das ist dann auch die zentrale Schnittstelle: Auch wenn es manchmal Monate dauern kann, bis es einen richtigen Face-to-Face-Termin gibt – wenn dann mal ein Anruf von Dir kommt mit einer Frage, dann müssen SteuerberaterInnen auch schnell zurückrufen. Das ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit, sondern eine Frage, ob du als Kunde ernst genommen wirst oder nicht.

 


… wenn Du jemanden gefunden hast, der oder die zu Dir passt!

Es geht natürlich auch um Geld, und nicht nur um Deins: Sehr gute SteuerberaterInnen müssen Honorare verdienen, die es ihnen ermöglicht, ein gutes Team zu bezahlen, weiterzubilden und sich selbst auch immer weiterzubilden und noch besser zu werden. SteuerberaterInnen, die zur Dir passen, sollten also erklären können, für welchen Preis welche Leistung zu erwarten ist. Auch die Abrechnung nach der Gebührenverordnung kann also erklärt werden – und dabei darfst Du auch fragen, wenn Du etwas nicht verstehst. Mein Fazit: Es kann nur einen geben – der oder ddie zu Dir passt. Meine Tipps werden eine Hilfe sein können – denn am wichtigsten ist es, dass Du Dich wohlfühlst, wenn Du in der Kanzlei bist, auf Deine Wünsche eingegangen wird, Du den Eindruck hast, der oder die SteuerberaterIn ist kompetent, zuverlässig, kommunikativ, engagiert.

 


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Blog 24/2017: Jamaika-Koalition: Gut für Selbstständige?


#Jamaika-Koalition #GutfürSelbstständige? #ZehnMilliarden #CumEx-Skandal #BMWi-Tool #ausreichend #Facebook-Fans #Zahlnichtentscheidend!


Neue Bundesregierung - gut für Selbstständige?

Der Gründungsexperte Andreas Lutz hat sich festgelegt: Die Sondierungsgespräche der sog. „Jamaika-Koalition“ scheinen für Selbstständige und ExistenzgründerInnen in die richtige Richtung zu gehen. So schreibt er auf der Homepage des VGSD: „Vor gut sechs Wochen wurde gewählt, seit drei Wochen wird sondiert, jetzt sind erste Ergebnisse oder zumindest Absichten bekannt. Erfreulich ist, dass die für uns Selbstständigen wichtigsten Themen auf der politischen Agenda stehen, diskutiert werden („wollen gemeinsam angehen“, „wir sprechen über“, …) und die Diskussion auch in eine konstruktive Richtung zu gehen scheint. Die CDU hat den gemeinsamen Sondierungsstand zum Themenbereich Arbeit, Rente, Gesundheit, Pflege und Soziales veröffentlicht. Das sind die für uns Selbstständige wichtigsten Passagen:     „Unser Ziel heißt Vollbeschäftigung. Unser gemeinsames Ziel ist es darüber hinaus, Rahmenbedingungen zu schaffen, die in Zeiten von Digitalisierung und sich wandelnder Erwerbsbiographien passen.“ – So leiten die vier beteiligten Parteien das vierseitige Papier ein. "Im Zuge dessen wollen wir gemeinsam angehen: (…) Die Möglichkeiten von Bürokratieabbau, insbesondere für Gründer, StartUps und den Beginn von Selbständigkeit.  Darüber hinaus sprechen wir im Rahmen der Sondierungen weiter über die folgenden Themen: Wir wollen Selbständigkeit fördern und unterstützen, unter anderem durch Bürokratieabbau, insbesondere bei der Statusfeststellung, und einer Reduzierung der Mindest-Krankenversicherungsbeiträge. In Verbindung damit diskutieren wir auch über die Frage der weiteren sozialen Absicherung von Selbständigen (Pflicht zur Altersvorsorge, möglicher Einbezug in die gesetzliche Rentenversicherung). Unser gemeinsames Ziel ist die Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge. Um dies zu erreichen diskutieren wir über folgende Fragen: das politische Ziel einer Stabilisierung unter 40 %, die Frage der Einbeziehung weiterer Einkommensarten, (…) Die Frage der Finanzierung des Gesundheitswesens hinsichtlich (…) des gemeinsamen Ziels einer Reduktion der Mindestbeiträge von Selbstständigen." Ich teile die Einschätzung, dass die Punkte sehr konkret die Probleme ansprechen, die Selbstständige im Augenblick haben. Gespannt werde ich die weiteren Sondierungen verfolgen und hier berichten.

 

 


Ex und Hopp für CumEx: Zehn Milliarden fehlen - an Schulen!

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In der Süddeutschen Zeitung war vor kurzem zu lesen, dass die Staatsanwaltschaften bei der Aufklärung von sog. Cum-Ex-Geschäften nun an Tempo zulegt. Worum geht es?

„Es geht um den Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende. Bei solchen Geschäften haben sich, so der Verdacht, zahlreiche Geldinstitute und Börsenhändler eine einmal an den Fiskus gezahlte Kapitalertragsteuer auf Dividendenerlöse mehrmals erstatten lassen; oder dabei geholfen. Der Staat wurde nach Schätzungen von Steuerfahndern auf diese Weise um mehr als zehn Milliarden Euro geschädigt. Die Aktiendeals gelten als der bislang dreisteste Steuerraubzug in der Bundesrepublik.“

Ganz interessant dazu die Zahl, die ein Lehrerverband jetzt gefordert hat, um marode Schulen entdlich vernünftig zu sanieren: Nach den Schätzungen braucht die Bundesregierung ungefähr zehn Milliarden Euro dafür.

So einfach kann Politik sein. Vielleicht geht einigen dabei ja mal ein Licht auf - vor allem denjenigen, die immer glauben, wir hätten das Geld nicht, um eine bessere Bildung, bessere Weiterbildung und gerechtere Bezahlung hinzukriegen.

 


Viele Facebook-Fans alleine reichen nicht!

Immer wieder erstaunt bin ich über Sandra Holze, die viele gute Blog-Beiträge schreibt zum Thema Online-Business. Ihre neuesten Aussagen stimmen mit meinen Beobachtungen überein, die Sandra Holze im Nachgang zu einem Online-Kurs in diesem Bereich gemacht hat: „Als Online-Business-Expertin weiß ich, dass eine erfolgreiche Facebook-Seite kein erfolgreiches Business ausmacht. Facebook-Fans und Instagram-Follower sind Eitelkeiten, die nichts darüber aussagen, wie gut jemand ist oder wie viele Kunden er oder sie hat. Mein Kurs hat also dazu beigetragen, den Gedanken einzupflanzen: Ich muss Facebook machen, dann klappt es mit dem Business. Auch wenn die Strategie mit Facebook den Email-Verteiler aufzubauen zentrales Element des Kurses war, kam das bei den meisten Teilnehmern nicht an. Einen gut funktionierenden Lead-Magneten zu erstellen, ist harte Arbeit. Also haben sie die Fragen in der Gruppe eher damit beschäftigt, wo sich welche Funktion versteckt, mit der man xyz auf der Facebook-Seite machen kann. Völlig unwichtige Dinge.“ Sag ich ja öfter mal. Also hört auf mich. Den ganzen Beitrag von Sandra Holze kannst Du hier lesen:


BMWi-Förderdatenbank - nur begrenzt einsetzbar!

Im Blog 23/2017 hatte ich versprochen, den neuen Förderlotsen der Bundesregierung zu testen – hier das Ergebnis: Naja, ich hatte mir schon mehr davon versprochen. Das pdf-dokument ist zwar umfassend, und leicht verständlich. Leider klappt die Verlinkung im Dokument zur Seite der Förderdatenbank des BMWi nicht. Mehrere Versuche sind gescheitert, auch die Direktanwahl unter www.foerderdatenbank.de funktioniert nicht, nicht immer und führt auch bei Unterseiten manchmal ins elektronische Nichts. Wenn es gelingt, den er die Unterseite /foerderassistent.hmtl zu öffnen, gibt es eine gute Datenbank, die einfach und übersichtlich zu bedienen ist. Allerdings gibt es in der Datenbank das übliche Problem: Wer gar kein Wissen hat über die unterschiedliche Strukturelemente von Fördermöglichkeiten, der wird schnell frustiert aufhören. Wer sich grundlegend informiert hat, der kann die üblichen Fördermittel schnell finden – aber dann fängt die Arbeit ja erst an: Wie komme ich dann an die Fördermittel, was muss ich bei der Antragstellung alles beachten. Und: Die Suche nach dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für GründerInnen, die Arbeitslosengeld I erhalten, ist überhaupt nicht zu finden. Schade, wenn solche Lücken auftauchen, bin ich skeptisch, ob die Datenbank nicht noch weitere Fehler enthält.

 



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Blog 23/2017: Mittelstand: Garant für Beschäftigungszuwachs


Neues Tool zur Auswahl von Förderprogrammen?

Der startothek-Newsletter berichtet über ein neues Tool der Bundesregierung: „Damit aus guten Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen werden, brauchen Gründerinnen und Gründer eine solide und ausreichende Startfinanzierung. Einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen stellt das BMWi in der neuen Förderlotse-Broschüre vor. Es ist nicht leicht, den Überblick über die Förderlandschaft für Existenzgründungen in Deutschland zu behalten. Daher gibt der neue Förderlotse auch erfahrenen Kenner der Materie einen schnellen Check, ob sie noch auf dem neuesten Stand sind. Das Spektrum der Förderprogramme für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen ist breit gefächert. Zuschüsse zur Sicherung des Lebensunterhaltes in der Startphase gehören genauso dazu wie Darlehen zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln oder passgenaue Programme zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien (Innovationen) bis hin zur Förderung junger Unternehmen auf ausländischen Märkten. Neben Zuschüssen und Förderdarlehen werden auch Beteiligungsprogramme und Bürgschaftsangebote erläutert. Außerdem werden die verschiedenen Förderungen dem jeweiligen Entwicklungsstand des Unternehmens zugordnet. Der neue Förderlotse kann auf den Seiten des Existenzgründungsportals des BMWi kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.“ Versprochen: Ich probiere es aus und berichte nächste Woche.

 


Gründung als Möbelhändler - Chancen gegen IKEA?

Vor Jahren habe ich schon einmal eine Gründung im Bereich Möbelverkauf begleitet. Demnächst muss ich ein Gründungsvorhaben beurteilen aus diesem Bereich. Spannend, wie sich die Marktsituation geändert hat. In den Branchenbriefen der VR-Banken-Gruppe kann ich dazu folgende Passage über die möglichen Zielgruppen: "Der Absatz an Privatkunden macht über 90 Prozent aus, Büromöbel laufen immer noch vielfach über den Bürowirtschaftlichen Fachhandel und – bei großen Objekten - im Direktbezug von den Herstellern: - Mitnahmemöbel verzeichnen laut Branchenverband BVDM einen Marktanteil von rund 25 Prozent (2016). Marktuntersuchungen zeigen, dass über die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung zwischen 14 und 39 Jahren mit selbst transportierten und eigenhändig zusammengebauten Möbeln wohnt.  Die Gruppe der über 50-Jährigen richtet sich beim zweiten oder dritten Mal meist qualitativ hochwertig ein und stellt somit eine besonders interessante Zielgruppe dar. Potenzial bieten hier u.a. Ideen rund um Wellness (Sauna, Bad), Garten und Wintergarten, Gäste- statt Kinderzimmer. Und: Die Betonung des Umweltgedankens ist eine Entwicklung auf dem Möbelmarkt, die sich nicht nur im Hinblick auf Verpackungsmüll zeigt, sondern auch im Sortiment, wie etwa die Verwendung von Holz mit pflanzlicher Oberflächenveredelung oder die Vorliebe zu höherwertigen, langlebigen Möbeln. Gut verkaufen sich heimische Hölzer, Nussbaum, dunkle Eiche, aber auch Obsthölzer." Wenn die Ladeneröffnung realisiert werden konnte, liefere ich Fotos.

 


Kleine Unternehmen führen - zu mehr Beschäftigung.

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Alle, die ich in den letzten 10 Jahren bei einer Existenzgründung begleiten durfte und die jetzt ein Unternehmen führen – alle gehören zum Mittelstand und sollten stolz sein. Denn diese KMU – kleinere und mittlere Unternehmen – tragen in Deutschland die steigenden Beschäftigungszahlen. So berichtet die KfW in ihrem Mittelstandspanel: „Die Zahl der Erwerbstätigen im Mittelstand ist im Jahr 2016 noch einmal stark gewachsen: Die kleinen und mittleren Unternehmen brechen ihren im Vorjahr aufgestellten Beschäftigungsrekord mit aktuell insgesamt 30,9 Mio. erwerbstätigen Personen. Der Zuwachs um 1,46 Mio. Erwerbstätige (4,6 %) fällt im abgelaufenen Jahr ausgesprochen hoch aus. Damit gilt auch für das Jahr 2016: Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland in mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Auch gesamtwirtschaftlich wächst die Beschäftigung seit nunmehr zehn Jahren (Wachstum 2016: +2,2 %). Im Jahresdurchschnitt gingen in Deutschland knapp 44 Mio. Personen einer Erwerbstätigkeit nach, ein Plus von etwa 935.000 Personen.1 Großunternehmen und der öffentliche Sektor haben im Jahresvergleich zum wiederholten Mal Beschäftigung abgebaut (Reduktion um 432.000 Personen), während sie im Mittelstand weiter gewachsen ist. Diese kräftigere Dynamik lässt die Bedeutung der KMU für den Arbeitsmarkt weiter zunehmen. Ihr Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit überschreitet erstmals die 70-Prozent-Marke, und liegt aktuell bei 70,4 % (+1,6 Prozentpunkte ggü. 2015). Mittelständische Unternehmen sind das Herzstück des Beschäftigungsbooms der letzten Jahre in Deutschland. Eine Abschwächung der starken Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist gegenwärtig nicht erkennbar (Juni 2017: 44,2 Mio. erwerbstätige Personen3). Gemessen am aktuell bereits erreichten Niveau sind allerdings zukünftig geringere Zuwachsraten realistisch. Ende 2017 werden in mittelständischen Unternehmen etwas mehr als 31 Mio. Erwerbstätige beschäftigt sein." Es gilt also: Auch durch neue Unternehmen steigen die Beschäftigtenzahlen. Also fleißig weiter Existenzgründungen planen!

 


Unsinn!

 

Gegen die fallende Auflage versucht die BILD-Zeitung mit allen Mitteln, die Auflage zu steigern. Auch mit Meldungen, die bei genauem Hinsehen falsch sind. Das letzte Beispiel: Über 30.000 Flüchtlinge sollen einfach so verschwunden sein, obwohl sie ausreisepflichtig wären. Das ganze wurde als Skandal beschrieben. Aber es war falsch. Gut, regelmäßig den BildBlog zu lesen: „Statt um 30.820 geht es also lediglich um 3057* Personen. Und auch das dürfte noch nicht die endgültige Anzahl „spurlos verschwundener“ abgelehnter Asylbewerber sein, wie „Bild“ sie nennt. Denn nicht alle ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber beziehen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenn der Betroffene etwa selbst über ein ausreichendes Vermögen verfügt, oder Angehörige zum Unterhalt verpflichtet sind, tauchen diese Personen nicht in der Statistik auf.“ Rechnerisch sind es ca. 3.000 Personen, die nicht nachverfolgt werden konnten. Das perfide daran ist: Am 4. November hat auch die „Bild“-Redaktion eingeräumt, dass es nicht 30.000 verschwundene abgelehnte Asylbewerber sind. Aber bis dahin sind dann die entsprechenden Akteure schon wieder unterwegs gewesen: Auf Facebook ging es rund, Claus Strunz von SAT 1 durfte wieder hetzerisch kommentieren. Gut, regelmäßig den BildBlog zu lesen: „Statt um 30.820 geht es also lediglich um 3057* Personen. Und auch das dürfte noch nicht die endgültige Anzahl „spurlos verschwundener“ abgelehnter Asylbewerber sein, wie „Bild“ sie nennt. Denn nicht alle ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber beziehen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Wenn der Betroffene etwa selbst über ein ausreichendes Vermögen verfügt, oder Angehörige zum Unterhalt verpflichtet sind, tauchen diese Personen nicht in der Statistik auf, die Larissa Krüger herangezogen hat.“ Den ganzen Beitrag von BildBlog findest Du hier.

 


Was würdest Du tun?

Auf meiner Leseliste steht seit kurzem: „Attan. Die Drehung des Lebens.“ Zusammenfassung: Als Arian das Licht der Welt erblickt, wütet ein blutiger Krieg in Afghanistan. In Todesangst flieht die fünfköpfige Familie. Ihr Ziel: Entfernte Verwandte in Deutschland. Eine Odyssee beginnt. Wie durch ein Wunder überlebt die kleine Arian die Strapazen der dramatischen Flucht über Pakistan und Usbekistan nach Moskau. Mit Schwarzarbeit soll von hier aus die Fortsetzung der Flucht finanziert werden. Aber der Preis der Schleuser ist hoch. Zu hoch, um gemeinsam aufzubrechen. Obwohl die Familie hungert, reicht das gesparte Fluchtgeld jeweils nur für einen von ihnen. Erst nach fünf Jahren sind sie wieder vereint und beginnen in Deutschland ein neues Leben. Im Schoß ihrer Familie wächst Arian im Rheinland-Pfälzischen Kelberg-Zermüllen auf. Doch das Leben in dem ersehnten Land stellt sie vor nie vermutete Probleme. Neben Hilfsbereitschaft und Mitgefühl trifft sie auf Abwehr und Feindseligkeit. Mutig nimmt sie die Herausforderung an. Mit vierzehn Jahren steht Arians Entschluss fest: Ich will in diesem Land leben. Passend zu diesem Buch: Lina Larissa Strahl: Was würdest Du tun?

 

 



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Blog 22/2017: Marketing mit Facebook (2)


Facebook: Die Datensammelmaschine

In Blog 21/2017 hatte ich versprochen, meinen kleinen Exkurs zum Thema „Marketing mit Facebook“ hier fortzusetzen. Rückblickend auf den letzten Beitrag dazu in Blog 21/2017 fasse ich noch mal zusammen: Die sog. „organische Reichweite“ wird nie ausreichen, um gute Geschäfte zu machen. Wenn Du mit Facebook Dein Zielpublikum wirklich ansprechen und erreichen willst, dann bleibt nur eins: Die organische Reichweite muss mit bezahlten Werbeanzeigen ergänzt und damit optimiert werden. Genauso wie bei einer Zeitungsanzeige heißt das natürlich auch, sich die Frage zu stellen, an welcher Stelle und an welchem Tag die Anzeige so platziert werden muss, damit das Geld sinnvoll und erfolgversprechend eingesetzt wird.  Zuerst ist es notwendig, das sich mit dem Unternehmen Facebook und seinem Algorithmus zu befassen. Im letzten Blog hatte ich es schon erklärt: Facebook will nach eigenen Aussagen erreichen, dem Nutzer und der Nutzerin jeweils die für das Individuum wichtigsten Postings zu präsentieren. Dies genau soll der Algorithmus von Facebook erreichen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es die verschiedensten Elemente gibt, die deutliche und starke Auswirkungen auf die Sichtbarkeit haben.

 


Wieviel Nachrichten auf Facebook würdest Du lesen?

Das Wichtigste zuerst – und das weißt Du bestimmt auch: Deine „Timeline“ oder „Newsfeed“ enthält immer eine Auswahl von Nachrichten, die Du eigentlich sehen könntest. Vielleicht weißt Du, dass Du Dir ansehen kannst, ob Du die neuesten Nachrichten lesen willst oder die beliebtesten – das kannst Du einstellen. Wenn Du es noch nicht regelmäßig machst, es ist zu empfehlen, um zu wirklich die neuen Nachrichten zeitnah zu lesen. Aber was Du auch machst – es gibt einfach viel zu viele Nachrichten, zu viele Inhalte auf Facebook. Je mehr Personen auf Deiner Freundesliste stehen, um so mehr Beiträge könnte Facebook Dir zeugen. Das könnten dann schnell ein paar tausend Inhalte am Tag werden – teste doch einmal, wie viele Posts Du in einer Stunde lesen kannst – ohne zu kommentieren oder zu liken. Und denke darüber nach, ob Du tausend E-Mails am Tag lesen würdest – eher nicht. Daher „filtert“ Facebook vor. Was an anderen Orten mit dem Wort „Zensur“ belegt werden würde, verkauft uns Facebook als eine Dienstleistung, die uns nur helfen soll, entsprechend unserer Interessen die für uns am besten passende Auswahl von Nachrichten zu erhalten. Und Facebook bietet mittlerweile auch an, dass Du dabei mitbestimmen kannst. Denn Facebook erlaubt Dir, die Nachrichten, die Du Dir ansiehst, auch zu klassifizieren.

 


Facebook - Algorithmus: Der weiß, was Du tust.

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Der Algorithmus heute ist anders als der frühere. Früher vergab Facebook sog. „generische Punktwerte. Heute sorgt Facebook dafür, daß Dein Verhalten auf Facebook registriert wird und Du dafür verantwortlich wirst, welche Dinge Du auf Facebook siehst. Du hast noch nie ein Foto angeklickt, wenn es in Deinem Newsfeed war? Facebook merkt sich das und wird in Zukunft weniger Fotos zeigen. Im Gegenzug bedeutet dies aber auch, dass bestimmte Formate von Inhalten für Facebook eine neue Bedeutung bekommen. Wie Du an Deinen eigenen Verhalten sicher festgestellt hast: -Videos oder Videos guckst Du Dir schnell mal eben an – ist ja einfacher, als lesen … Videos ansehen heißt für Facebook: Interaktion. Je mehr Interaktionen ein Beitrag produziert, je öfter er geteilt wurde, als desto relevanter bewertet Facebook diesen Beitrag. Zudem nimmt Facebook automatisch eine Höherbewertung von Live-Videos im Newsfeed vor und macht dies auch bei Videos, die öfter oder bis zum Ende angesehen werden. Oder Videos, bei denen Du einfach anklickst und die Stummschaltung bei Deinem Smartphone ausschaltest. Also: Alles was Du auf Facebook machst, beeinflußt die Datensammelmaschine Facebook bei der Auswahl zukünftiger Inhalte für Dich. Für das Schalten von Anzeigen bedeutet dies: Du musst Deine Zielgruppe sehr gut kennen und definieren. Du kannst Du Zielgruppe erreichen über Anzeigen - wenn diese dann angeklickt werden und Deine Postings auf Facebook inhaltlich gut sind - auch das bewertet Facebook mittlerweile - dann steigt auch Deine organische Reichweite wieder.


Plastikfrei in die Zukunft!

Die Zahlen sind für die Leser und Leserinnen meines E-Books  nicht Neues mehr: Für viele platzt der Traum von der Selbständigkeit ganz schnell. Innerhalb von 6 Jahren scheitern über 50 Prozent der Existenzgründer (aller Sparten), laut KfW-Gründerkompass sind bereits über 30 % der Existenzgründer in den ersten drei Jahren am Ende. Für einen Berater wie  mich ist es immer wieder toll, wenn Gründungen, die ich begleitet habe, positive Nachrichten zu vermelden haben. Eines davon gibt es in Bremen. Professionell wie immer hat der Inhaber Selcuk Demirkapi ein Interview auf SAT 1 gegeben. "Umweltschutz ist eines der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Und Plastik ist eines der größten Probleme. Über elf Millionen Tonnen verbrauchen die Deutschen jedes Jahr. Wie es auch ohne geht, zeigt der Supermarkt „SelFair“ in Bremen. Seit einem Jahr kann man dort unter anderem Müsli, Reis und andere Lebensmittel in eigene Behälter und Gläser umfüllen. Das Geschäft von Selcuk Demirkapis läuft richtig gut. Viele seiner Kunden tragen dazu bei, dass die Berge an Plastikmüll in Bremen kleiner werden - und all das Dank eines alternativen Ladenkonzepts." Auf Facebook gibt es die Fotografin Caroline Power, die Bilder aus der Karibik zeigt - bitte mal angucken. Und Plastik aus dem Leben verbannen.

 


SE0 - Suchmaschinenoptimierung an einem Beispiel

Kennt Ihr Small & Tiny? Könnt Ihr gar nicht kennen. Bis zu dieser Woche war dieser tolle Shop mit seinen tollen Produkten gar nicht auf Goggle zu finden. Aber nach intensiven Arbeiten an der Suchmaschinenoptimierung klappt es jetzt: Die Auswertungen zeigen, dass Google die Veränderungen gut findet und die Seite nach und nach höher im Ranking zu finden ist - mit dem Suchbegriff "Krabbelschuhe Bioleder" ist die Small & Tiny auf Seite 2 und mit "Kindermokassins" schon auf Seite 1. Jetzt wird die Struktur der Seite noch mal optimiert - und dann können mehr Menschen die tollen Produkte finden. Auf der Website ist die Unternehmensphilosophie zu lesen: "Bei Small & Tiny legen wir viel Wert auf qualitativ hochwertige Produkte, daher verwenden wir nur die besten Materialien. Im Onlineshop finden Sie Kindermokassins und Baby Krabbelschuhe aus pflanzlich gegerbten Bio Leder aus Deutschland. Die Accessoires werden ebenfalls nur aus feinsten Bio Stoffen hergestellt. Alle angebotenen Produkte werden mit viel Liebe in Norddeutschland handgemacht. Bei uns gilt: Nur das Beste für die Kleinen. Unsere Mokassins sind die idealen Baby Krabbelschuhe. Nicht nur wegen des Materials Bioleder, sondern auch wegen ihres Nutzens. Durch das natürliche Aufsetz- und Abrollverhalten eines Kindes sind sie der Partner in Crime zum Laufen lernen. Die Sohle ist rutschfest aber dennoch flexibel. Aufgrund eines eingearbeiteten Gummibandes sitzen die Schühchen fest am Fuß. Unser Bio Leder beziehen wir von einer Gerberei aus Deutschland. Was es so besonders macht? Es wird rein pflanzlich und ökologisch nachhaltig gegerbt. Das bedeutet, dass es chromfrei und absolut unbedenklich ist. Die Haltung der Tiere sowie der Gerbungsprozess unterliegen strengen Richtlinien. Unser Leder ist ein Naturprodukt und ständigen Kontrollen und Analysen ausgesetzt. Seine Natürlichkeit zeigt sich auch darin, dass die Haut mit all ihren natürlichen Merkmalen und Unregelmäßigkeiten erhalten bleibt. Das Leder wird nicht zusätzlich mit Kunststoff versiegelt, um diese Gegebenheiten zu verdecken. Dies ist ein Unterschied zu industriell hergestellten Leder und ein weiteres Qualitätsmerkmal. Es ist allergikergeeignet, atmungsaktiv und hautfreundlich. Perfekte Kinderkrabbelschuhe für kleine Kinderfüße."


Damals wars.

Vor vierzig Jahren habe ich mir den „Warren Bericht über den Mord ann Präsident John F. Kennedy“ gekauft und gelesen. Es war trocken und öde – und doch spannend. Bei Wikipedia gibt es zu den Hintergründen einen sehr schönen Beitrag. Dort wird auch auf die Verschwörungstheorien eingegangen, die kursieren: „Mafia: Ein naheliegender Gegenstand für Verschwörungsspekulationen war La Cosa Nostra, die amerikanische Mafia. Das Attentat könnte in dieser Perspektive eine Reaktion auf den erheblichen Verfolgungsdruck sein, unter den Kennedys Bruder Robert als Justizminister führende Köpfe des organisierten Verbrechens gesetzt hatte, namentlich Sam Giancana, Santo Trafficante und Carlos Marcello. Sie alle profitierten von großzügigen Darlehen, die ihnen Jimmy Hoffa, der Chef der mafianahen Teamster-Gewerkschaft, aus der Pensionskasse seiner Organisation zu gewähren pflegte. Durch die bevorstehende Verurteilung Hoffas drohte diese Finanzquelle zu versiegen. Dadurch schien sich Kennedy der Mafia gegenüber als undankbar zu erweisen, denn einerseits hatten die Gangster im Rahmen der Operation Mongoose bei verschiedenen Anschlagsversuchen auf Castro eng mit der CIA zusammengearbeitet. (…) Edgar Hoover: Der 68-jährige FBI-Chef J. Edgar Hoover (1895–1972) soll versucht haben, die Kennedy-Brüder zu erpressen, ihn auch nach Überschreiten seines siebzigsten Lebensjahres im Amt zu halten, doch ohne Erfolg. Außerdem habe er die liberalen Ansichten der Kennedys und ihren Lebensstil verachtet. Daher habe er Weisung gegeben, die Mordpläne der Mafia nicht zu stören, Informationen über Oswalds Verwicklung in das Mordkomplott nicht weitergegeben und so zu seinem Gelingen beigetragen. Nach dem Attentat habe er alle Indizien über eine Verwicklung der Mafia nach Kräften unterdrückt und sich für die Einzeltäterthese starkgemacht.[163] 1964, einige Tage vor seiner Aussage in der Warren-Kommission, wurde er von Kennedys Nachfolger Johnson zum FBI-Direktor auf Lebenszeit ernannt.“ Meisterhaft verarbeitet übrigen von James Ellroy in seinen Romanen „Ein amerikanischer Thriller“ und "Ein amerikanischer Albtraum".


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Blog 21/2017: Marketing mit Facebook (1)


Online-Marketing: Bauchgefühl alleine nützt nicht!

Meine Erfahrung zeigt, dass einer der größten Fehler bei der Existenzgründung ist, zu glauben, die Kunden würden dann schon erkennen, wie gut man ist. Und dann werden Flyer gedruckt und verteilt, vielleicht noch eine Homepage erstellt, und Facebook, ja, da wird dann auch noch eine Seite erstellt. Eine abgestimmte Kombination kann gut laufen - Beispiele kann ich dazu auf Nachfrage gerne nennen. Auch gefühlsmäßig ist es bei mir so, dass ich glaube, die meisten machen nur sehr unsystematisch Marketing. Nun gibt es interessante Zahlen zum Umgang von Marketing bei kleineren Unternehmen. Eine Studie  hat folgende Ergebnisse: Grundsätzlich ist den befragten Unternehmen die Bedeutung von Online-Marketing bewusst, 83 % haben deshalb eine eigene Website, 59 % nutzen Social Media, vor allem in Form eines Facebook- oder Instagram-Auftritts. Allerdings investiert die Hälfte von ihnen nur maximal 10 % der gesamten Werbeausgaben in digitales Marketing. Ein Drittel schaltet Social-Media-Anzeigen, ein Viertel betreibt Suchmaschinenmarketing. 80 % der befragten Kleinunternehmen setzen ihr digitales Marketing in eigener Regie um, wobei in der Regel der Chef selbst aktiv wird. Geld ausgegeben wird dafür nach wie vor vor allem für Print-Werbung - mehr als die Hälfte der Firmen lässt Flyer und Handzettel extern drucken und bucht Anzeigen in der Lokalpresse. Bei der Frage, welche Werbemaßnahmen wirklich effizient sind, verlassen sich viele Unternehmer lieber auf ihr Bauchgefühl. Ein Viertel von ihnen misst bei keiner Werbemaßnahme den Erfolg. Allerdings ist laut der Studie einigen der inhabergeführten Kleinunternehmen ihr Kompetenzdefizit bei der Erfolgsmessung durchaus bewusst und sie wünschen sich insbesondere beim digitalen Marketing mehr Unterstützung auf diesem Gebiet. Das scheint auch nötig! Wer von Euch lässt sich systematisch beim Marketing beraten - oder auch beim Online-Marketing? Oder ist doch alles nur Bauchgefühl?


Kostenloses Marketing auf Facebook? Geht das?

Ein Kundenauftrag lässt mich mal wieder daran arbeiten, Online-Marketing, Facebook und Website so zu kombinieren, dass der Online-Shop höhere Verkaufszahlen erreicht. Dabei musste ich mich mal wieder mit der Systematik der Fan-Seiten von Unternehmen beschäftigen. Denn seit 2007 gibt es die sog. „Fan“-Seiten von Unternehmen und Organisationen. Als 2007 die „Fanseiten“ eingeführt wurden, konnte jeder eine Seite für sein Unternehmen erstellen und dadurch dafür sorgen, dass die „Follower“ Beiträge auf dieser Seite auch sehen werden. Seit 2012 sinkt die Zahl derer, die Beiträge auf diesen Unternehmensseiten auch direkt angezeigt bekommen, aber kontinuierlich. Untersuchungen zeigten schnell, dass die Beiträge nur noch von 16% derjenigen gesehen wurden, die eine Seite mit „Gefällt mir“ versehen hatten. Seit 2013 sinkt diese sog. „organische Reichweite“ auf 6,5% und weniger. Mittlerweile kann davon ausgegangen werden, dass die Reichweite nur noch bei 2% liegt. Wir rechnen mal: Eine Seite mit 2.500 „Likes“ – und das ist schon viel! - erreicht mit Beiträgen nur rund 50 ihrer Fans über den Newsfeed. Bei Seiten mit 1 Millionen Fans sind das nur 20.000 (wenn man streng von den oben genannten 2 % ausgeht). Facebook geht mit dieser Veränderung auch ganz offensiv um. Die Folge einer geringeren organischen Reichweite ist klar:. Es gibt weniger Klicks, weniger Kommentare und weniger Shares. Weniger Interaktionen bedeutet: Die sog. „Conversion“-Rate sinkt, d.h. wenn weniger Kunden die Seite sehen, können auch nur weniger Kunden die Produkte oder Dienstleistungen sehen, „liken“, bestellen oder kaufen. Entsprechend kamen und kommen die Verschlechterungen beim Facebook-Algorithmus also bei vielen Seitenverwaltern nicht gut an. Warum hatte sich Facebook also überhaupt dafür entscheiden, die organische Reichweite zu verringern? Ohne böswillig zu argumentieren: Es ist davon auszugehen, dass letztlich nur die Absicht hat, mehr Nutzer dazu zu bewegen, Geld für bezahlte Werbeanzeigen ausgeben, um die verlorene Reichweite so wieder wett zu machen.


Anzeigen schalten für mehr Reichweite auf Facebook.

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Kurzes Zwischenfazit: Facebook ist eben eine Werbefläche - und Werbeflächen muss man überall bezahlen. Seitenverwalter müssen daher dazu übergehen, für Werbeanzeigen zu zahlen, um neue „Fans“ zu gewinnen – auch dann, wenn die „Fans“ sich dann eben aus freien Zügen dafür entscheiden können, Inhalte der Seite angezeigt zu bekommen: Dies geschieht aber ja nur, wenn die Anzeige vom potentiellen Fan gesehen wird – und er dann auch wirklich anklickt. Experten drücken das dann sinngemäß so aus, dass Facebook ein lukratives Geschäftsmodelll ist – für Facebook: Unternehmen haben ihre Seite auf Facebook. Unternehmen zahlen dafür, dass User die Seite sehen und liken. Facebook selbst sieht das anders, wie Brian Roland 2014 schrieb: „Nein. Unser Ziel ist es, den Facebook-Kunden stets das beste Nutzererlebnis zu bieten. Wir glauben, dass ein optimales Erlebnis für alle Nutzer auch von Vorteil für Unternehmen auf Facebook ist. Wenn Nutzer aktiver sind und mit Inhalten ihres Newsfeeds interagieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie dies auch mit Unternehmensinhalten tun, die dort angezeigt werden.“

Es ist also klar: Die sog. „organische Reichweite“ reicht nicht aus, um gute Geschäfte zu machen. Wer mit Facebook sein Zielpublikum also wirklich erreichen will, muss seine organische Reichweite mit bezahlten Werbeanzeigen optimieren.

Damit Unternehmen Facebook und die organische Reichweite verstehen, ist es notwendig, sich mit einem weiteren Begriff zu befassen: Dem Algorithmus von Facebook. Dazu mehr im nächsten Blog - erscheint am 29.10.2017 um 12:00.


Datenschutz: Änderungen ab Mai 2018 beachten!!

Im Wesentlichen kommen auch Gründer mit Daten anderer Personen und Unternehmen dann in Kontakt, wenn sie Kundendaten und Mitarbeiterdaten verarbeiten. Neu ist, dass Unternehmen - also auch Gründer - mit Inkrafttreten der europäischen Datenschutz-Grundverordnung im Mai 2018 ihre Kunden und Mitarbeiter über die jeweilige Datennutzung informieren müssen und diese Datenverarbeitungsprozesse in einem Datenschutzkonzept einmalig dokumentieren. Im Übrigen bleibt es bei folgenden Regeln:

Kundendaten: Das Bundesdatenschutzgesetz erlaubt ein Erheben, Speichern, Verändern oder Übermitteln personenbezogener Daten oder ihre Nutzung, wenn es dabei um die Erfüllung eigener Geschäftszwecke geht. So darf ein Unternehmer alle Daten in Absprache mit dem Kunden erfassen, die er benötigt, um seine Leistung zu erbringen. Das reicht von der Rechnungsanschrift bis zu den vorhandenen Softwarestrukturen des Kunden für den IT-Dienstleister oder zur Fensteranzahl des Bürogebäudes für den Fensterreiniger. Diese Daten darf der Unternehmer aber nicht an Dritte weitergeben. Speichern darf der Betrieb die Daten so lange, bis der Auftrag erledigt ist. Will er sie in einer Datenbank archivieren, bedarf das einer Genehmigung.

Mitarbeiterdaten: Die Regeln des Beschäftigtendatenschutzes sehen vor, dass personenbezogene Daten für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses erhoben, verarbeitet oder genutzt werden dürfen. Zwingende Voraussetzung ist, dass ohne sie kein rechtskonformes Beschäftigungsverhältnis zustande kommen kann. Damit dürfen Name der Person, Steuer-Identifikationsnummer, Daten zur Sozialversicherung, Beruf, Qualifikation und Einsatzfähigkeit verarbeitet werden.

Die IHK München hat einen Datenschutz-Check für Unternehmen online gestellt, um Unternehmen auf die neue Datenschutzverordnung vorzubereiten. Quelle: Startothek-Newsletter.


Giftfrei in die Zukunft?

In dieser Woche stand es überall zu lesen: Umweltverschmutzung trägt weltweit zu jedem sechsten Todesfall bei. Eine internationale Studie ergibt, dass Belastungen von Luft, Wasser und Böden im Jahr 2015 etwa neun Millionen vorzeitige Todesfälle verursacht haben.Todesursachen sind vor allem Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenleiden. In Deutschland gehen die Forscher davon aus, dass eine belastete Umgebung zum Tod von mehr als 62 000 Menschen beitrug - etwa 6,6 Prozent aller hiesigen Todesfälle, wie das Forscherteam im Fachblatt „The Lancet“ schreibt. Die Arbeit soll der Politik helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen, um die Situation abzumildern. Bei solchen Sätzen muss ich immer lachen. Ein Beispiel: In diesen Tagen wird darüber entschieden, ob das Monsanto das Gift Glyphosat weiter verkaufen darf oder nicht. Ihr erinnert euch: Glyphosat soll krebserregend sein. Dabei hat die derzeitige Stellungnahme des Bundesamt für Risikobewertung über den Antrag von Monsanto auf weitere Zulassung jetzt den Status eines Plagiats erreicht – so wird es vielfältig zitiert – ich nehme mal das Zitat aus einem sehr systemkritischen Blatt – dem Deutschen Ärzteblatt: „Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nach Einschätzung eines Plagiatsprüfers für seinen Glyphosat-Bericht wesentliche Angaben von Herstellern des umstrittenen Unkrautgifts wörtlich übernommen. Es sei „offensichtlich, dass das BfR keine eigenständige Bewertung der zitierten Studien vorgenommen hat“, erklärte Stefan Weber heute bei der Vorstellung eines von ihm erstellten Sachverständigen­gutachtens in Berlin. Über „zahlreiche Seiten hinweg“ seien Textpassagen „praktisch wörtlich übernommen“ worden. Der Bewertungsbericht des BfR und damit die wissenschaftliche Grundlage für die von der EU-Kommission vorgeschlagene Zulassungsverlängerung von Glyphosat für weitere zehn Jahre erfülle in wesentlichen Teilen die „Kriterien eines Textplagiats“, erklärte Weber. Das systematische Unterlassen von Quellenangaben und das gezielte Entfernen von Hinweisen auf die tatsächlichen Verfasser lasse sich „nur als bewusste Verschleierung ihrer Herkunft deuten“. Meine Laune ist entsprechend schlecht, wenn ich dann noch höre, dass in den Verhandlungen zur Jamaika-Koalition davon wohl noch keine Rede ist – Frau Merkel könnte ihren Einfluss aber geltendmachen, um das Verbot endlich durchzusetzen. Wenn du was tun willst, dann zeichne die Petition von campact! Mein Musiktipp zur Lage: „Aufsteh’n von bots: "Es gibt so viele, die wie Du auf bessere Zeiten warten, wo keiner sich mehr Angst um morgen macht, aber unser Morgenrot kommt nicht nach einer durchgeschlafenen Nacht."



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Blog 20/2017: Einblick. Ausblick. Rückblick.


Wahlherbst 2017: Alleinstellungsmerkmale?

Existenzgründung vorbereiten, heisst: Viele Fragen zu Beginn ordentlich klären!

In diesen Tagen ging es im Auto mal wieder um Wahlplakate. Der junge Mann, Deniz Kurku, so meine Tochter, würde so aussehen, als wenn er nicht wirklich lächeln wollte, sonder lächeln musste. Und die Dame mit der Nichtfrisur, so setzt sie einen oben daruf: Das Lächeln wäre falsch und aufgesetzt. Am Bundestagswahlabend hat mein Sohn (7 Jahre) noch mal wiederholt, was er Martin Schulz geraten hat: „Er hätte einfach sagen sollen: So nicht, Frau Merkel, so geht es nicht!“ Wenn ich mir die Spiegel-Titel-Story durchlese, dann liegt er richtig: Es hat für Martin Schulz nicht gereicht, weil er sich nicht genug abgegrenzt hat. Existenzgründer und Existenzgründerinnen wissen, worum es geht: Das Alleinstellungsmerkmal, was uns im Wettbewerb unterscheidbar macht von den vielen anderen mit ähnlichen Angeboten: Der Markenkern, der uns ausmacht. Meine Erfahrung zeigt mir, dass sich viele Gründerinnen und Gründer nicht damit auseinandersetzen und manchmal sogar nicht merken, dass sie eine Marke entwickelt haben, die verteidigt werden muss.

Die beste Übung, herauszubekommen, ob Du Deinen Markenkern kennst, ist immer noch der Elevator Pitch: Versuche dabei, in 30 Sekunden die wichtigste Botschaft Deines Unternehmens in kurzen Sätzen zu sagen. Und denke dabei daran, dass Du später nicht mehr die Zeit haben wirst, Deine Sätze zu wiederholen, weil Dein Gegenüber dann den Elevator = Fahrstuhl verlässt. Für immer. Probiere es aus – Du wirst mit der Zeit besser werden und genauer. Und wenn Du dann noch authentisch bist – dann kommt der Erfolg fast ganz von alleine. Nach harter Arbeit.


Der Samstag gehört wem?

Viele werden es nicht mehr wissen: Die Arbeitszeit von 35 oder 38,5 Stunden pro Woche ist nicht vom Himmel gefallen. Ein gescheiterter Arbeitskampf Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre für die 35-Stunden-Woche und erfolgreiche Arbeitskämpfe 1984 und 1987 haben dann in der Metall-Industrie dazu geführt, dass die Arbeitszeiten langsam gesunken sind – bei teilweise vollem Lohnausgleich. Wenn jetzt die IG Metall die Forderung erhebt, dass die Einführung der 28-Stunden-Woche im nächsten Manteltarifvertrag stehen soll, dann freue ich mich darauf, wie schon damals, außerbetrieblich dafür zu werden – gerne wieder mit einer Bürgerinitiative für die 28-Stunden-Woche. Wenn ich als Selbstständiger die Situation habe, dass ich arbeiten kann, wie es paßt, dann ist die Forderung der IG Metall für alle Beschäftigen richtig: „Die IG Metall fordert deshalb unter dem Motto "Arbeitszeit, die zum Leben passt" zusätzlich zu Lohnerhöhungen ein individuelles Recht für die Arbeitnehmer, die Wochenarbeitszeit befristet von 35 auf 28 Stunden zu verkürzen“. Wir werden es erleben und nicht nur zusehen können. Dabei geht es inhaltlich darum, ob die Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz in der Fassung von 1994 zu halten ist, oder ob die Angriffe aus unternehmerischer Praxis und individuellem Gestaltungswunscht dazu führen, dass diese „letzte Haltenetz“ verloren geht: Das Arbeitszeitgesetz soll Menschen ja die Sicherheit haben, nach acht Stunden ihre Arbeit beenden zu dürfen. Falle die Acht-Stunden-Regel, könnten Arbeitgeber anordnen, dass Beschäftigte drei Tage lang jeweils zwölf Stunden arbeiten müssten. Wir wissen: Das ist mit Familie nicht mehr zu vereinbaren. Dabei geht es auch um Belastungsgrenzen, und eine liegt definitiv bei acht Stunden Arbeitszeit. Das ist wissenschaftlich längst erwiesen.


Lange Zeit arbeitslos. Krank ohne Hilfe!?

Die Website "O-Ton-Arbeitsmarkt" ist eine wichtige Informationsquelle für Berater wie mich. Dort ist jetzt zu lesen, was die Beratungserfahrung im Coaching von Langzeitarbeitlosen von vielen Kollegen und Kolleginnen und mir schon lange gefühlte Wahrheit ist: "Hartz-IV-Empfänger mit einer psychischen Erkrankung erhalten nicht ausreichend Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Förderungen. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor. Doch gerade Langzeitarbeitslosigkeit kann der psychischen Gesundheit schaden. Ein bedarfsgerechtes Förderangebot und mehr Teilhabe an der Arbeitswelt hingegen könnte die Situation der Betroffenen verbessern. Psychisch Erkrankte, die Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende beziehen, erhalten nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zu selten Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. In einer in diesem Monat erschienenen Studie analysiert das IAB die Situation psychisch erkrankter Empfänger von Hartz-IV-Leistungen und ihre Betreuung durch die Jobcenter. Die Untersuchungen des IAB verweisen darauf, dass Arbeit auch für psychisch erkrankte Leistungsempfänger einen hohen Stellenwert hat. Umgekehrt erleben psychisch Erkrankte gerade langfristige Arbeitslosigkeit überwiegend als negativ. In einigen Fällen kann Arbeitslosigkeit jedoch auch eine Entlastung für die Betroffenen sein. Auf Basis der Untersuchung fordert das IAB daher grundsätzlich, dass psychisch Erkrankte im Hartz-IV-Bezug bedarfsgerechte Förderangebote erhalten. Maßnahmen für diese Zielgruppe sollen möglichst eine Anschlussperspektive bieten, damit sie (vormals) Arbeitslose langfristig stabilisieren. Das IAB geht davon aus, dass psychisch Erkrankte auch nach der Integration in Arbeit noch auf intensive Betreuung angewiesen sind. Für die Personen, die keine Aussicht auf eine ungeförderte Beschäftigung haben, schlägt das IAB „längerfristige Beschäftigungsmaßnahmen (etwa im Sinne eines ‚sozialen Arbeitsmarkts‘)“ vor."
Wie lange wir wohl noch solche Studien lesen müssen, bevor endlich wirkliche politische Maßnahmen sichtbar werden?

 


Widersprüchlichkeit des Alltags.

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

An manchen Tagen ist es im unternehmerischen Alltag nicht einfach, sich über die kleinen Erfolge zu freuen. Aber es ist immer wichtig, sich diese klar zu machen. Sei es das Aufsteigen einer Homepage auf Seite 1 bei Google in wenigen Monaten strukturiertem Online-Marketing, wie bei Saubermänner Hannover GmbH. Oder die Vermittlung von zwei jungen Frauen, die ihre Heimat Syrien verlassen haben, um hier zu leben. Nachrichten lesen vergällt einem dabei aber dann diese Erfolge.  Zu widersprüchlich sind die Erlebnisse manchmal. Aber diese Nachricht von SWR aktuell vom 13.10.2017 haben mich doch umgehauen: „Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die Atomaufsicht gehandelt. Noch spektakulärer als die Schließung selbst ist die Begründung: Es drohe eine Kernschmelze in dem Akw Tricastin im Süden Frankreichs (Departement Drôme). Umweltschützer wie Yannick Rousselet, Atomkraftkoordinator bei Greenpeace Frankreich, warnen schon seit Jahren vor dem sogenannten Fukushima-Szenario, der Kombination aus Erdbeben und Überflutung. Alle Atomkraftwerke in Frankreich seien sehr alt. Die größten Risiken gebe es aber beim Kraftwerk Tricastin und beim Kraftwerk Fessenheim, so Rousselet. In Tricastin und in Fessenheim lägen die Reaktoren bis zu zehn Meter unterhalb des Wasserspiegels der großen Kühlwasser-Kanäle, sagt Rousselet. Gäbe es ein Erdbeben und die Dämme würden brechen, dann würde nicht nur das Kraftwerk überschwemmt. Je nach Größe der Bruchstelle stünde auch nicht mehr ausreichend Kühlwasser zur Verfügung. Die Folge wäre ein Super-Gau. Die Position von Greenpeace ist nicht neu. Neu ist aber, dass die französische Atomaufsicht ASN diese Einschätzung nun teilt - zumindest was Tricastin angeht.“ Was daran jetzt so widersprüchlich ist? Abends konnte ich dann beruhigt zur Kenntnis nehemen, dass in Delmenhorst das Trinkwasser besser ist als Mineralwasser. 


Krankenkassenbeiträge: Petition unterstützen!

Der VGSD schreibt mich an: „Wir schreiben dir, weil du unsere Petition zum Thema „Rechtssicherheit für Selbstständige und ihre Auftraggeber“ mitgezeichnet hast. Aufgrund deiner Hilfe und durch die Unterstützung von über 20.000 anderen Mitzeichner/innen konnten wir die Petition im Mai 2016 übergeben. Durch Aktionen wie diese haben wir beim „Werkvertragsgesetz“, das seit April 2017 gilt, Schlimmeres verhindert. Jetzt gehen wir ein neues Thema an und fordern: „Einkommensabhängige Beiträge für Selbstständige – die Benachteiligung beenden!“ Wenn es uns gelingt, faire Beiträge in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung durchzusetzen, können viele Selbstständige das gesparte Geld in ihre Altersvorsorge investieren. Damit wird auch der Druck auf die Politik abnehmen, eine sehr weit gehende Rentenversicherungspflicht und noch strengere Regeln zur Scheinselbstständigkeit zu beschließen. Bitte unterstütze uns erneut und zeichne hier mit: vgsd.de/faire-beitraege Denn: Jede Stimme zählt für unseren gemeinsamen Erfolg. Mit der Petition fordern wir, dass gesetzlich versicherte Selbstständige nicht länger Beiträge bezahlen müssen, die höher sind als die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zusammen. Das ist momentan bei einem Großteil der Selbstständigen der Fall, denn Selbstständige zahlen hohe Mindestbeiträge, die bis zu 43% ihres Einkommens ausmachen; die Bemessungsgrundlage ist auch bei mittleren und höheren Einkommen 20 Prozent breiter als bei Angestellten; eine zum 1. Januar 2018 in Kraft tretende Gesetzesänderung wird die Situation noch weiter verschärfen.   

Mit der Petition kann nötiger Druck aufgebaut werden, um dem Ziel gerechter Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung näher zu kommen." Wer noch mehr Infos dazu braucht, liest einfach meinen Blog 19/2017 noch mal. 


Zeit für Besinnung: Einblick, Ausblick, Rückblick.

Auch die vielen positiven Feedbacks auf meinen Blog über Situation bei der Krankenversicherung für Selbstständige hat ein Problem nicht gelöst: Meine selbstgestellt Frage, ob ich zukünftig nur thematische Blogs schreiben soll, oder weiter in einem Wochenblog meine Einblicke, Ausblicke und Rückblicke mischen soll mit Themen aus meinem Beratungsalltag. Dazu habe ich mir dann einfach mal Zeit genommen und nachgedacht. Und einer meiner Leitsätze hat dann gewonnen: Nur noch Sachen zu machen, die mir wirklich Spaß machen – und so wird es auch in Zukunft dabei bleiben, dass es wöchentliche Blogs gibt mit thematischem Mix aus meinen Themen: Existenzgründung planen, Businessplan schreiben, Umsatz erhöhen und Unternehmen führen. Mit etwas Diszplin gibt es dann auch immer 6 Fotos vorab – täglich eins zum Thema des Tages, welches dann im Wochenblog ausführlich behandelt wird. Und der aktuelle Blog erscheint immer am Sonntag: High Noon. In Anlehnung an den gleichnamigen Western High Noon auch mein Musiktipp für diese Woche: Oh don't forsake me oh my darling - unerreicht das leise Singen des Textes und Klopfen des Taktes an der Tischkante von meinem Schulfreund Frank Schilling. Probiert es mal, es entspannt!


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Blog 18/2017: Steuern sparen geht!


War Einstein ein guter Schüler?

Existenzgründung vorbereiten, heisst: Viele Fragen zu Beginn ordentlich klären!

Früher dachte ich immer, wenn Du einmal Kinder hast, dann hast Du auf jeden Fall immer auch sehr viel Spaß. Denn Kinder lachen gerne, machen gerne Quatsch, essen gerne Pommes, gehen gern auf den Jahrmarkt, ins Kino … Das stimmt alles. Was ich nicht wusste, ist, dass Kinder dafür sorgen, dass Dein Allgemeinwissen täglich steigen muss. Heute musste ich liefern – meine Tochter hat schon seit 2 Tagen gefragt: War Einstein ein guter Schüler? War Einstein ein braver Schüler? Warum ist Einstein so berühmt geworden? Also musste ich selbst erst mal recherchieren, um die Antworten zu bekommen und weiterzugeben. Da die erste Frage meistens falsch beantwortet wird: Ja, Einstein war ein guter Schüler. Der erste Biograph hatte leider das schweizerische Notensystem falsch verstanden – da ist eine „6“ eine „1“ – so entstehen Gerüchte. (Ich reiche später noch mal nach, wer das war.) Interessant über ihn und von ihm zu lesen: „Das Gewinnmotiv ist in Verbindung mit der Konkurrenz zwischen den Kapitalisten für Instabilität in der Akkumulation und Verwendung des Kapitals verantwortlich und dies bedeutet zunehmende Depressionen. Unbegrenzte Konkurrenz führt zu einer riesigen Verschwendung von Arbeit und zu dieser Lähmung des sozialen Bewußtseins von Individuen, die ich zuvor erwähnt habe. Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus. Unser ganzes Bildungssystem leidet darunter. Dem Studenten wird ein übertriebenes Konkurrenzstreben eingetrichtert und er wird dazu ausgebildet, raffgierigen Erfolg als Vorbereitung für seine zukünftige Karriere anzusehen. Ich bin davon überzeugt, daß es nur einen Weg gibt, dieses Übel loszuwerden, nämlich den, ein sozialistisches Wirtschaftssystem zu etablieren, begleitet von einem Bildungssystem, das sich an sozialen Zielsetzungen orientiert.“ Ich kann ihm nur zustimmen.  Ansonsten: Ein Tag mit Routine (Berichte schreiben), Akquise (Telefonate) und einem späten Termin, wo ich einem Gründer bei der Entscheidung helfen muss, einen Schritt zu wagen – oder doch lieber den Traum zu begraben, den er seit Jahren hat.

Gewinne steigern und Steuern sparen - das geht!

Diese Woche war mal wieder Steuertag. Also musste ich zusehen, dass ich meine Buchhaltungsunterlagen zum Steuerbüro schaffe – natürlich alles schön ordentlich vorsortiert. Bei einem Gespräch mit einer Unternehmerin darüber, wie ungern wir so etwas tun, kamen wir auch auf steigende Gewinne zu sprechen: Was tun, wenn der Gewinn steigt – was ich Euch ja allen wünsche. Meistens ist es so, dass die Gewinne auf einmal steigen – zu Eurer Freude aber dann doch die Sorge kommt, wieviel davon denn das Finanzamt haben will.

Wenn es wirklich eine enorme Steigerung bei gleichen Fixkosten und sonstigen Kosten gibt, ist die Gewinnsteigerung überproportinal. Daher müssen dann von Euch gegenüber dem Steuerberater klare Vorgaben gemacht werden. Anschaffungen z.B. das notwendige Fahrzeug, welches Ihr braucht, um die Kundentermine gut zu erreichen, sorgt zwar dafür, dass das Geld von Eurem Konto zum Konto des Autohändlers wandert – aber eine Ausgabe von 20.000 € bringt im September des laufenden Jahres nur eine Abschreibung von 1.300,00 €.

Ein wichtiges Steuerspar-Instrument in einer solchen Situation ist der Investitionsabzugsbetrag (IAB). Dabei handelt es sich nicht um eine Abschreibung im engeren Sinn, sondern um eine gewinnmindernde Rücklage, die bereits bis zu drei Jahre vor der Anschaffung gebildet werden darf. Die Rücklage darf immerhin bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes betragen. Wenn ihr also plant, einen zweiten Standort zu eröffnen, bei dem ihr 40.000 € ausgeben müsst, ergibt sich eine stattliche Steuerersparnis: 16.000 €. Wird der Gegenstand, für den ein Investitionsabzugsbetrag gebildet wurde, nicht rechtzeitig angeschafft, muss die Rücklage allerdings gewinnerhöhend aufgelöst werden, und zwar in dem Jahr, in dem sie ursprünglich gebildet wurde. 

Gründungszuschuss – Formalia beachten!

Es gibt mal wieder Neues aus dem Bereich des Gründungszuschusses. Ein Sachbearbeiter der Bundesagentur schreibt an einen Gründer: "Ihre Frage zum Verdienst konnte ich nicht eindeutig zuordnen. Daher zwei Antworten: Erstens: Im Rahmen der Selbstständigkeit können Sie so viel verdienen wie Sie wollen (und können). Zweitens: Eine Nebentätigkeit (geringf. Beschäftigung) ist natürlich möglich, solange Sie hierfür weniger Stunden aufwänden als für Ihre Selbstständigkeit. Auch bei einer parallelen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geht es m. E. um die Stundenzahlen."  Wie würdet ihr das versehen? Ja, so wie der Gründer: Er kann sozialversicherungspflichtig arbeiten und trotzdem weiter den Gründugszuschuss erhalten. Das geht – aber immer nur, wenn es sich um eine Beschäftigung handelt, die außerhalb des Gründungsbereiches liegt. Und dann auch nur, wenn dies von der Bundesagentur vorher extra bestätigt wurde – die Haltung zu dieser Frage ist nämlich nirgendwo hinterlegt oder einheitlich geregelt. Also: Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als Gärtner und eine Selbstständigkeit als Gärtner – das dürfte schwierig werden. Und dann geht es naütrlich auch nur, wenn der Verdienst in der Selbstständigkeit höher ist und die Stundenanzahl größer ist als im Nebenjob, z.B. als Aushilfsfahrer in einem Paketdienst. Vorsicht also.

Dem Zwang zur Selbstoptimierung widerstehen!

So langsam wird es klarer: Wenn Kinder älter werden, erhalten die Eltern Stück für Stück mehr Zeitsouveränität zurück. Meine Tochter verlässt jetzt schon um 07:10 das Haus, um mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Demnächst geht mein Sohn dann zu Fuß zur Schule – es wird damit eine knappe Stunde eher morgens ruhig – was erst mal ein Problem erzeugt: Die Eltern haben Entzugserscheinungen, da sie weniger helicoptern können. Das soll etwas dauern, habe ich gehört, bis man da durch ist. Aber wenn ich mir ausrechne, dass ich täglich eine Stunde mehr Zeit habe – das ist wöchentlich ein ganzer Arbeitstag. Die Frage ist: einfach verdödeln die Zeit oder sinnvoll nutzen. Ich bin gespannt, wie ich mich entscheiden werde. Ach nee, auch einfach nur mal rumsitzen und nichts tun, heißt ja, die Zeit sinnvoll nutzen – einfach relaxen, mal an nichts denken. Sich nicht immer dem Stress aussetzen, sich vollkommen durch zu optimieren: Der Zwang, sich immer weiter zu verbessern, hat ja längst die Berufswelt verlassen und erreicht alle Lebensbereiche: Familie, Freunde, Gesundheit, Urlaub. Was habe ich letztens gelesen – lieber unperfekt glücklich als perfekt unglücklich. Das ist kein Aufruf, nur noch mittelmäßig zu sein – sondern ein Maß zu finden, was glücklich macht. Wie heißt es so schön: Glücklich ist nur der, der sich Ziele setzt, die er auch erreichen kann.

 

Portraits von GründerInnen: Es geht weiter!

Mit Jimdo und RankingCoach bei Google auf Seite 1!

Endlich habe ich einmal Zeit gefunden, nach Bielefeld zu fahren, um mit Marlies Noack über das Erfolgsgeheimnis von „Styling Federleicht“ zu sprechen. Die Fahrt fängt gut an, weil die Bahn es geschafft hat, die von mir reservierten Sitze und die entsprechenden Waggons nicht mitzunehmen. Immerhin konnte ich sitzen … Morgens hatte ich noch ein gutes Telefonat mit einer Vermittlerin eines JobCenters. Ich hatte ja schon des öfteren angedeutet, dass die unprofessionelle Integrationsarbeit offiziell beauftragter Institutionen mich nervt. Diese Woche gab es einen besonderen Aufreger: Es ging darum, dass in einer Schule eine gesonderte Klasse mit hoher Sprachförderung eingerichtet worden ist, um jungen Menschen, die einen Praktikumsplatz haben, um sich in die Arbeitswelt zu integrieren, zusätzlich sprachlich nach vorne zu bringen. Ich hatte dfvor leider nur den Juli Zeit – und jetzt habe ich höflich darum gebeten, mir ein paar Tage mehr zu geben, weil ich die Deadline zur Abgabe von entsprechenden Praktikumsverträgen um ein paar Tage verlängern wollte. Das wurde abgelehnt. Darüber hat sich dann eine Vermittlerin vom JobCenter genauso aufgeregt, wie ich. Das tat mal gut. Und jetzt wollen wir mal sehen, ob es nicht doch irgendwie geht. Um den Unsinn zu verstehen: Eine junge Frau hatte am Freitag, dem letzten Tag, bis zu dem geklärt werden sollte, ob ein Praktikum möglich ist, ein Vorstellungsgespräch – und das war erfolgreich. Es gibt jetzt eine verbindliche Zusage – aber keine Zusage der Schule für die Sprachförderungsklasse. Noch nicht!

 

Blog: Bloß nicht krank werden kommt am 28.08.2017